Der Düsseldorfer Maurice Maurer gewann beim Casting im Internet und spielt nun beim Konzert des Youtube-Orchesters in der Carnegie-Hall

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Maurice Maurer hat das Online-Casting auf Youtube gewonnen. Jetzt darf er in der Carnegie-Hall spielen.

Maurice Maurer hat das Online-Casting auf Youtube gewonnen. Jetzt darf er in der Carnegie-Hall spielen.

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Maurice Maurer hat das Online-Casting auf Youtube gewonnen. Jetzt darf er in der Carnegie-Hall spielen.

Düsseldorf. Das virtuelle Video-Portal Youtube hat im Internet ein internationales Casting mit klassischen Musikern veranstaltet, um ein eigenes Ensemble, das Youtube-Sinfonieorchester, zu gründen. Am kommenden Mittwoch gibt es sein Debüt in der altehrwürdigen New Yorker Carnegie-Hall. Der an der Düsseldorfer Clara-Schumann-Musikschule unterrichtende Geiger Maurice Maurer gehört zu den erwählten Instrumentalisten, die das Orchester stellen.

Der 29-jährige Musiker ist zwar klassischer Geiger mit Hochschulabschluss, passt aber nicht so ganz ins traditionelle Klischee. "Ich habe schon immer alles Mögliche gemacht, auch Jazz, und ein Mal habe ich auf einer Techno-Party Geige gespielt", erzählt Maurer. Mit seinem Quartett namens "Uwaga!" (das polnische Wort für "Achtung!") spielt er alle Stile querbeet - von Klassik über Jazz und Tango bis zur ungarischen Folklore.

Zu der Experimentierfreude passt auch seine Teilnahme am Online-Casting bei Youtube. "Ich bin eigentlich ganz zufällig auf die Startseite gekommen", sagt Maurer. Dort habe er dann einen eher unscheinbaren Link zum ihm bis dato unbekannten Projekt entdeckt. "Ein Konzert in der New Yorker Carnegie-Hall ist doch super, habe ich mir gedacht." Hinzu kommt die illustre Tatsache, dass der weltbekannte Dirigent Michael Tilson Thomas am Pult stehen wird. Als Solist für ein Mozart-Violinkonzert ist eine weitere Größe des internationalen Musiklebens zugegen: Der Geiger Gil Shaham.

Karfreitag Nachmittag setzte sich Maurer ist Flugzeug und befindet sich nun in der Probenphase. "Der Zeitplan ist sehr straff organisiert", hatte uns Maurer in einem Gespräch wenige Stunden vor dem Abflug gesagt. Los geht es um 8.15 Uhr in den Räumen der renommierten Juilliard-School. Bis Mittwoch wird täglich und fast ganztägig geprobt, unterbrochen von kurzen Frühstücks- und Mittagspausen. Zwischendurch muss Maurer noch Zeit finden für ein Fernseh-Interview mit einem ARD-Team, das ihn vor Ort begleitet. Denn Maurer ist der einzige Deutsche, der von den Tausenden Bewerbern erkoren wurde.

Zurück in Düsseldorf, wird er am 9. Mai im Rahmen der Nacht der Museen mit seinem Uwaga-Quartett (zwei Violinen, Akkordeon und Kontrabass) im Hetjens-Museum auftreten. Die Art des kammermusikalischen Auftretens mit ungewöhnlichen Programmen, sei auch ganz nach seinem Geschmack, sagt Maurer. "Das kann ruhig noch mehr werden."

 

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