Am Freitag vor zehn Jahren wurde die erste Ausstellung im NRW-Forum eröffnet: Es ging ausgerechnet um den Ervolkswagen Käfer.

2008: Radical Advertising beschert dem NRW-Forum einen Besucherrekord: Mehr als 100000 in einem Jahr.
2008: Radical Advertising beschert dem NRW-Forum einen Besucherrekord: Mehr als 100000 in einem Jahr.

2008: Radical Advertising beschert dem NRW-Forum einen Besucherrekord: Mehr als 100000 in einem Jahr.

2001: Das Bild „Alek Wek“ von Herb Ritts wird TV-gerecht aufgearbeitet.

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2008: Radical Advertising beschert dem NRW-Forum einen Besucherrekord: Mehr als 100000 in einem Jahr.

Düsseldorf. An den Erfolg des NRW-Forums haben vor zehn Jahren nur Wenige geglaubt - dabei war der Name der ersten Ausstellung bezeichnend: "Und läuft und läuft und läuft", eine Schau über den VW-Käfer.

Der Slogan aus der Feder von Werbeikone Werner Butter, der am Dienstag gestorben ist, erweist sich in der Rückschau als Volltreffer, als Verpflichtung und Leitmotiv zugleich. 1999 warnten die Feuilletons allerdings noch vor amerikanischen Verhältnissen. Zu sehr störte sich der etablierte Kulturbetrieb am Namenszusatz "Kultur und Wirtschaft". Es wurde gar auf das rasche Ende des Experiments gewettet.

66 Ausstellungen und mehr als 752 000 Besucher später ist das Experiment wohlauf und schafft das, wovon andere Häuser träumen: Das Forum ist durch spektakuläre Ausstellungen wie der Westwood-Retrospektive, großen Namen wie Peter Linderbergh, Herb Ritts oder Mario Testino und strittigen Themen wie Radical-Advertising in aller Munde und zieht vor allem ein junges Publikum an.

Auch durch frech-fröhliches Selbstmarketing wie dem Guerilla-Store von Comme de Garçon oder Werbung mit so genannten QR-Codes - radikale Werbung für das aufregendste Museum der Stadt, das läuft und läuft und läuft.

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