Das Junge Schauspielhaus stellt seinen Spielplan für die Saison 2009/2010 vor und setzt auf alte Stoffe, die neu erzählt werden.

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Stefan Fischer-Fels (r.), Leiter des Jungen Schauspielhauses, kann man derzeit auch auf der Bühne erleben: Neben Bastian Sierich spielt er in „Nenn mich einfach Axel“.

Stefan Fischer-Fels (r.), Leiter des Jungen Schauspielhauses, kann man derzeit auch auf der Bühne erleben: Neben Bastian Sierich spielt er in „Nenn mich einfach Axel“.

Sebastian Hoppe

Stefan Fischer-Fels (r.), Leiter des Jungen Schauspielhauses, kann man derzeit auch auf der Bühne erleben: Neben Bastian Sierich spielt er in „Nenn mich einfach Axel“.

Düsseldorf. "Kinder und Jugendlichen sind Seismographen der Gesellschaft", sagt Stefan Fischer-Fels bei der Vorstellung des neuen Spielplans. Das Thema Liebe und ihr Gegenteil, Hass, Gewalt und Sprachlosigkeit, findet sich diesmal in den insgesamt sieben neuen Produktionen wieder, die im Schauspielhaus und im Jungen Schauspielhaus an der Münsterstraße gezeigt werden.

Nachdem vergangenes Jahr mit "Emil und die Detektive" ein Junge im Mittelpunkt stand, ist es diesmal mit "Ronja Räubertochter" ein Mädchen. Ab 15. November wird das Stück nach dem Roman von Astrid Lindgren im Großen Haus am Gustaf-Gründgens-Platz zu sehen sein. Regie führt, wie schon bei "Emil", Frank Panhans. Die Choreographie übernimmt Marcus Grolle.

Der Düsseldorfer wird auch ein anderes Stück für das Junge Schauspielhaus inszenieren und choreografieren: "Die Farben des Feuers", Tanz und Theater für die Allerkleinsten von Robero Frabetti. Premiere soll im April 2010 sein.

"Liliom", die Legende vom Leben und Sterben eines Gewalttäters, von Franz Molnar eröffnet die Spielzeit am 5. September. Hundert Jahre nach der Uraufführung will Christof Seeger-Zurmühlen das Stück für ein junges Publikum neu entdecken. Seeger-Zurmühlen ist seit sechs Jahren als Schauspieler am Jungen Schauspielhaus engagiert und häufig in prägnanten Rollen auch im Schauspielhaus zu sehen, wie etwa zuletzt in "Kasimir und Karoline".

Stücke nach Hans Christian Andersen und Hermann Hesse

Ein besonderes Projekt erwartet nicht nur Zuschauer ab sechs Jahren mit "Undine, die kleine Meerjungfrau", einer Uraufführung nach den Märchen von Hans Christian Andersen und Friedrich de la Motte Fouqué. Die tragische Geschichte von der Begegnung zweier unterschiedlicher Welten wird von Franziska Steiof dramatisiert. Uraufführung ist im Februar 2010.

Los geht es am 5. September mit "Liliom" von Franz Molnar.

Insgesamt gibt es sieben neue Produktionen, davon zwei Uraufführungen.

Ebenfalls uraufgeführt wird eine Erzählung von Hermann Hesse, "Demian", die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend, die der Faust-Preisträger Kristo Sagor dramatisiert. Regie führt Daniela Löffner, die mit ihrer ersten Inszenierung in Düsseldorf, der Uraufführung von "Siebzehn", zum Jugendtheatertreffen nach Berlin eingeladen wurde.

Am Ende der Spielzeit 2009/2010 wird der "Sommernachtstraum" von Kindern gerettet. Matteo Bravera erarbeitet Shakespeares Stück mit einem multikulturellen Kinderensemble im Alter von acht bis zwölf Jahren. Das Projekt wird gemeinschaftlich realisiert vom Jungen Schauspielhaus, dem Kresch-Theater Krefeld sowie dem Teatro Garibaldi in Palermo.

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