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Kommentar von Helga Meister.

Kommentar von Helga Meister.

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Kommentar von Helga Meister.

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe hat mit seiner ruhigen, besonnenen Art viel für das NRW-Forum getan. Er hat seine Selbstständigkeit vor dem Zugriff von Sparaposteln in der Politik gewahrt. Und er hat dafür gesorgt, dass jetzt ein autonomer Chef des Hauses gewählt werden kann. Gesucht wird eine Persönlichkeit mit einem breiten Wissen und vielen Netzwerken, kein bloßer Spezialist für die eine Sparte Fotografie. So weit so gut. Doch nun muss auch Lohe mehr Tempo geben.

Es kann nicht sein, dass man diesen wichtigen Posten in der Düsseldorfer Kulturlandschaft weiter hinauszögert, um etwa das Gehalt für ein paar Monate einzusparen. Lohe weiß sehr wohl, dass er mit Ralph Goertz ein Ass in den Händen hat. Goertz ist kein lauter Vip. In Kreisen der High Society findet man ihn nicht. Er arbeitet still und effektiv seit fünf Jahren mit seinem Institut selbst im NRW-Forum und wird von den Mitarbeitern des Hauses geschätzt.

Man braucht sich nur die Liste seiner Ausstellungen und Filme anzuschauen, um zu wissen, wen man vor sich hat. Das reicht von den Größen der Fotokunst wie Albert Watson und Robert Mapplethorpe, von Stephen Shore zu Thomas Struth. Sein letzter Film galt Otto Piene in Zusammenarbeit mit dem MIT in Boston. Bei der Wahl für den Chefposten im NRW-Forum kann man der Jury nur raten: Mehr Mut zu den Kreativen, die aus Düsseldorf selbst kommen.

© WhatsBroadcast

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