Die Düsseldorfer Autorin Kirsten Marohn legt mit „Lappalie“ ihren ersten Roman vor.

Düsseldorf. "Lappalie" heißt das Buch der Düsseldorfer Autorin Kirsten Marohn. Doch was die junge Protagonistin Jasmin vor zwölf Jahren erlebte, ist alles andere als eine "Lappalie". Ihr Schwiegervater vergewaltigt sie in einer Silvesternacht und ihr Liebesleben mit ihrem Ehemann wird zum reinsten Spießrutenlaufen für die Frau.

Kirsten Marohn erzählt eine Familiengeschichte, die sich als furchtbare Psycho-Hölle entpuppt. Mit kriminalistischem Gespür bringt die Autorin immer mehr Erlebnisse um den renommierten Gynäkologen Richard Bolger ans Licht.

"Lappalie" ist ein Frauenroman. Emanzipatorisch, desillusionierend aber dennoch voller Hoffnung und Romantik. Eine Geschichte voller Normalität, die zugleich aber unglaublich aufwühlend ist. Für die Autorin ist das Werk auch eine Aufforderung an die Leser, "ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und ein wenig Freude und Licht in ihren Alltag zu bringen" - ein Anspruch, dem der Roman durchaus gerecht wird.

Leider sind die besonders plastisch geschilderten pornografischen Szenen vor allem zu Beginn des Romans ziemlich harte Lesekost. Hier wäre etwas weniger deutlich mehr gewesen. Die 36-jährige Kirsten Marohn arbeitet als Autorin in Düsseldorf. "Lappalie" ist ihre erste Romanveröffentlichung. Im Frühjahr soll bereits ihr zweites Buch mit dem Titel "Bunte Fische" erscheinen.

Kirsten Marohn: Lappalie. BoD-Verlag. 200 Seiten, 19,95 Euro.

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