Die Stadt übernimmt die Miete für zehn Veranstaltungen im Prinzensaal.

Schlosskonzerte
Die Redaktion vor Ort diskutierte mit den Anliegern auf dem Gertrudisplatz das neue Schlossmuseum.

Die Redaktion vor Ort diskutierte mit den Anliegern auf dem Gertrudisplatz das neue Schlossmuseum.

Noch am Mittwoch gab es für die Hauptschule eine Ehrung. Dirk Frenzel (Bayer) überreichte den Schulpreis „SchülerTal“ an Schulleiter Paul-Hartmuth Fischer (r.) und Oliver Clemens.

Stefan Arend, Bild 1 von 2

Die Redaktion vor Ort diskutierte mit den Anliegern auf dem Gertrudisplatz das neue Schlossmuseum.

Düsseldorf. Lange hatte sich Kulturdezernent Hans-Georg Lohe geziert, die 15 000 Euro aus seinem Etat für die Saalmiete von Schloss Eller zu begleichen, wodurch die Öffentlichkeit Zutritt zum Prinzensaal hätte.

Nun gab er sich geschlagen. Bei WZ mobil am Gertrudisplatz traf die positive Nachricht aus dem Büro von Oberbürgermeister Dirk Elbers ein: Das Kulturamt zahlt die Miete für zehn Veranstaltungen im Schloss an den Hausherrn IDR. Die Zuhörer begannen prompt, abwechslungsreiche Kulturprogramme aufzustellen. Ein paar Beispiele:

Kabarettisten auf Tournee sollen in Schloss Eller gastieren

Günter Jerzy brachte „Veranstaltungen für junge Leute, Theater und Kabarett“ in die Diskussion. Dann müsse er nicht immer in die Stadt fahren. Horst Fabian sah schon die erste Operette in Eller vor sich. Das wäre doch mal „etwas Besonderes“. Die leichte Musik sei ihm lieber als Wagner. Hans Reifenberg wünschte sich ein „schön gemischtes“ Programm, damit jede Altersklasse zu ihrem Recht komme. „Volkstümliche bis mittelalterliche Musik sei ihm am liebsten.

Gabriele Schmidt dachte an ein Konzert mit 60er-Jahre Rock und Pop. Auch sie wünschte sich einen Kabarettisten, der auf einer Tournee Station in Eller macht. Wilfried Meincke wollte gar den Schlosshof einbeziehen und hoffte auf ein Jazz-Open-Air-Konzert. Hier hakte allerdings Ekkehard Vincon von der IDR ein: Freilicht-Veranstaltungen seien nicht im Mietpreis enthalten, dafür müsse extra gezahlt werden.

Ein Museums-Café am Chauffeurhaus wird von Anliegern gefordert

Das Gespräch bei WZ mobil drehte sich zugleich ums neue Schlossmuseum im ehemaligen Chauffeurhaus. Es wird am 1. April dem Arbeitskreis Kultur im Stadtbezirk 8 übergeben. Schneller als gedacht müssen sich die Verantwortlichen unter den Vereins-Mitgliedern ein Konzept und einen Namen einfallen lassen. Der Historiker Ulrich Brzosa wollte nicht von einem Heimatmuseum sprechen. Anlieger sahen das anders. Robert Henrichs und Günter Jerzy sprachen sich bewusst für ein „Heimatmuseum Eller“ aus, der Name „zergehe auf der Zunge“.

Gedanken über die Ausstellungsstücke machten sich vor allem Dieter Simons, Sprecher des Arbeitskreises, und Ulrich Brzosa. Beide forderten die Anlieger auf, Erinnerungsstücke ins Haus zu bringen. Marktbeschicker vom Gertrudisplatz meinten allerdings, außer dem Ausstellungsraum müsse es unbedingt ein Café geben. Das sei in jedem Museum selbstverständlich. Eine kleine Terrasse führe doch schon jetzt zum Hof.

Hier machte sich allerdings Ekkehard Vincon zum zweiten Mal bemerkbar: Ein Café mit Außengastronomie sei nicht im Mietvertrag enthalten. Günter Jerzy hielt dem entgegen: „Mit einem Café verdient man sich doch eine goldene Nase.“

© WhatsBroadcast

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