Evangelische Kirche Düsseldorf feiert Reformationsfest in der Tonhalle.

Reformationsfest in der Tonhalle
Düsseldorf hat zum Reformationsfest geladen, und viele Düsseldorfer Kantoren steuerten mit ihren Kantoreien musikalische Gaben bei.

Düsseldorf hat zum Reformationsfest geladen, und viele Düsseldorfer Kantoren steuerten mit ihren Kantoreien musikalische Gaben bei.

Zanin, Melanie (MZ)

Düsseldorf hat zum Reformationsfest geladen, und viele Düsseldorfer Kantoren steuerten mit ihren Kantoreien musikalische Gaben bei.

Zum 500. Jahrestag der Reformation ist die Tonhalle voll. Nicht nur Rang und Parkettreihen sind voll besetzt, auch Podium und Chorabteil wimmeln vor Instrumentalisten und Sängern. Das Düsseldorf-Festival-Orchester und 400 Chormitglieder aus 13 Kantoreien verteilen sich im Mendelssohnsaal und fluten sogar das jeweils zweite Parkett der Außenblöcke A und F. Der Evangelische Kirchenkreis Düsseldorf hat zum Reformationsfest geladen, und viele Düsseldorfer Kantoren steuerten mit ihren Kantoreien musikalische Gaben bei. Es gab unter anderem mehrere Ur- und Erstaufführungen zur Feier des Tages. Launig führte Radiomoderator Matthias Bongard durch den Abend.

Der Düsseldorfer Komponist und Religionsgelehrte Oskar Gottlieb Blarr schrieb ein einprägsames „Kyrie eleison“, das vom Publikum rasch mitgesungen werden konnte und sollte. Es besteht aus einem Moll- und einem Dur-Teil. Die fröhlichere Dur-Melodie erklingt an der Textstelle „Christe eleison“, um die Freundlichkeit des Gottessohns musikalisch zu unterstreichen. Zwischen den Gesängen wurden Fürbitten gelesen. Unterdessen kamen auch Jazz, Pop und Kabarett nicht zu kurz mit der Kantate „Ich bin vergnügt, erlöst befreit“ von Matthias Nagel auf einen Text von Hanns Dieter Hüsch.

Auch Johannes-Kantor Wolfgang Abendroth hatte zu Stift und Notenpapier gegriffen. Zusammen mit dem Texter Dirk Holthaus kreierte er ein „Lied für Düsseldorf“. Darin heißt es: „Biblisch fromm und rheinisch locker leben wir in unsrer Stadt.“ Natürlich war auch dies ein Lied zum Mitsingen. Reformator Martin Luther war ja ein großer Freund und Verfechter des gemeinsamen Singens in der Kirche. Zu einer solchen verwandelte sich der Konzertsaal an diesem Reformationsabend auch. Die Stätte des Zuhörens wurde zu einem Ort gemeinsamen Gestaltens. Luther hätte gewiss seine Freude gehabt. Informationen zu den auf der Leinwand gezeigten Kurzfilmen gibt es auf der Homepage des Kirchenkreises.

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