Im Hofgarten wird wieder musiziert. Den Auftakt am Samstag bestritten neben anderen Dusko Goykovich und Oque Strada.

Viel Flair und gute Unterhaltung bot die portugiesische Gruppe Oque Strada im Hofgarten.
Viel Flair und gute Unterhaltung bot die portugiesische Gruppe Oque Strada im Hofgarten.

Viel Flair und gute Unterhaltung bot die portugiesische Gruppe Oque Strada im Hofgarten.

Judith Michaelis

Viel Flair und gute Unterhaltung bot die portugiesische Gruppe Oque Strada im Hofgarten.

Düsseldorf. Seiner Trompete entlockt der 1931 in Jugoslawien geborene Jazzmusiker Dusko Goykovich am Samstag eine schier grenzenlose Palette an Klangfarben und Zwischentönen. Schon der legendäre Dizzy Gillespie schwärmte einst in höchsten Tönen von seinem jüngeren Kollegen und ist auch öfters gemeinsam mit ihm aufgetreten.

Im Alter von fast 80Jahren hat Goykovich nichts von seiner Brillanz verloren. Mit dem Martin-Sasse-Quartett bestritt er das Auftakt-Konzert der Reihe "Jazz im Hofgarten".

Rechtschaffener Jazz ohne Fehl und Tadel

Rechtschaffenen Jazz ohne Fehl und Tadel macht das Quartett um den Pianisten Martin Sasse. Denis Gäbel spielt versierte Saxophon-Soli, Henning Gailing (Bass) und Paul Hochstädter (Schlagzeug) sorgen für den rechten rhythmischen Unterbau. Doch sobald Goykovich mit seinen facettenreichen Trompetentönen dazukommt, steigert sich das Ganze um ein paar Etagen zum Jazz der Extraklasse.

Vom geheimnisvoll sanften Näseln der gestopften Trompete bis zum strahlenden Forte fährt Goykovich die gesamte Bandbreite der Klangerzeugung ab und bringt einen Hauch von Luxus in den immer noch so karg anmutenden Hofgarten-Pavillon. Wie die WZ berichtete, ist dessen betont geringer Komfort (keine Umkleide, kein Licht, nur Container-Klos) gastierenden Künstlern kaum anzubieten.

Auf Picknickdecken genießen die Besucher portugiesisches Flair

Für das Publikum ist der Missstand freilich kaum zu merken. Es genießt bei leicht schwülem Sommerwetter das Gebotene, etwa das portugiesische Flair, das die Gruppe Oque Strada verbreitet. Zuhörer, die sich besser auf die Musik konzentrieren wollen, haben sich einen Sitzplatz in den wenigen Stuhlreihen gesichert, die der Veranstalter bereitstellt.

Weiter geht es am Samstag, 15 Uhr, mit der norwegischen Sängerin Randi Tytingvag und Trio sowie dem georgischen Ensemble "The Shin".

Weitere Konzerte sind am 14. und 21. August (15 Uhr).

Der Pavillon befindet sich in dem Hofgarten-Abschnitt zwischen Schauspielhaus und Malkasten. Parkplätze sind eher Mangelware. Erfahrene Besucher kommen daher mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad.

Weiter hinten lockert sich die Atmosphäre auf. Auf Picknickdecken haben es sich einige Besucher bequem gemacht, viele stehen, lustwandeln oder besuchen Infostände, die am Rande aufgestellt sind. Wie immer wirkt die Atmosphäre locker und informell und zieht reichlich Publikum jeder Altersklasse an. Ob Senioren oder Familien mit Kindern - für alle ein beschwingtes Sommervergnügen

 

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