Symphoniker ermitteln am „Bratort“ und sind dabei wieder „Frech wie Blech“.

Bratort Tonhalle
Zu Karneval werden auch die Düsseldorfer Symphoniker jeck.

Zu Karneval werden auch die Düsseldorfer Symphoniker jeck.

Bernd Schaller

Zu Karneval werden auch die Düsseldorfer Symphoniker jeck.

Düsseldorf. Alljährlich zur Karnevalszeit müssen sie sich was einfallen lassen, die Blechbläser der Düsseldorfer Symphoniker, um in der Tonhalle ein jeck kostümiertes Publikum zu erheitern. Meist denken sich die Musiker für das Konzert „Frech wie Blech“ ein Thema aus, um Musik mit einer Handlung zu verknüpfen. „Es ist vor allem schwierig, einen roten Faden zu spannen“, sagt Trompeter Frank Ludemann im WZ-Gespräch. Vor drei Jahren habe man einen kleinen Krimi gemacht und dazu Arrangements von Krimi-Musik verwendet. „Wir suchen Stücke aus, die im weitesten Sinne unterhaltend und witzig sind, Karnevalsschlager spielen wir nur ganz selten“, so das Symphoniker-Mitglied.

Eine polizeiliche Fahndung steht auch nun wieder im Mittelpunkt des Konzerts – nicht ohne Grund: „Aus bislang unerklärter Ursache gab es im vergangenen Jahr kein Karnevalskonzert in der Tonhalle“, sagt der Trompeter. Das habe nun den Schnüffelinstinkt der Bläsertruppe aktiviert. Man nahm die Witterung auf und stieß auf einen Grill-Imbiss – den „Bratort“ mysteriöser Ereignisse wie des Verschwindens von Instrumenten, Noten und ganzen Musikern. Es geht um die Wurst.

Um vermisste Kollegen wiederzufinden, schwingt sich eine Blechbläser-Schar auf plüschige Steckenpferde. Dazu wurde extra ein Film gedreht an Rheinpromenade, Burgplatz und Königsallee. „Als wir für die Filmaufnahmen mit den gebastelten Steckenpferden Mitten im Januar durch die Stadt hüpfen, sahen wir in viele verwunderte Gesichte“, erzählt Ludemann.

Der aufgezeichnete Film wird nun in der Tonhalle stumm auf die Leinwand geworfen, derweil die Bläser die Filmmusik zu den „Glorreichen Sieben“ intonieren.

Der ausführliche Bericht erscheint Montag, 20. Februar, in der gedruckten Ausgabe der Westdeutschen Zeitung.

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