Das Kabarett Flin präsentiert seine neue Spielzeit – mit Stolz auf eine besondere Mischung.

Zufrieden mit dem neuen Standort in Grafenberg: Oliver Priebe (l.) und Philipp-Kohlen Priebe freuen sich auf die neue Spielzeit. Archiv
Zufrieden mit dem neuen Standort in Grafenberg: Oliver Priebe (l.) und Philipp-Kohlen Priebe freuen sich auf die neue Spielzeit. Archiv

Zufrieden mit dem neuen Standort in Grafenberg: Oliver Priebe (l.) und Philipp-Kohlen Priebe freuen sich auf die neue Spielzeit. Archiv

David Young

Zufrieden mit dem neuen Standort in Grafenberg: Oliver Priebe (l.) und Philipp-Kohlen Priebe freuen sich auf die neue Spielzeit. Archiv

Düsseldorf. Seit zwei Jahren residiert das Kabarett Flin am Staufenplatz in Grafenberg. Philipp Kohlen-Priebe und Oliver Priebe mussten lange suchen, um einen geeigneten Ort für ihr Kulturkleinod zu finden, nachdem sie 2014 ihr Theater in der Ackerstraße schließen mussten. Doch das Schicksal habe es gut mit ihnen gemeint, sagt Philipp Kohlen-Priebe: „Wir hatten viel Glück. Wir haben einen Ort mit einem unverwechselbaren Flair gefunden.“

Die Räumlichkeiten im Jugendstil an der Ludenberger Straße erinnern an das Berliner Kabarett der zwanziger Jahre. „Wir haben uns fantastisch eingelebt und fühlen uns wirklich sauwohl hier“, sagt Kohlen-Priebe. Und so geht es auch den Besuchern des Flin, wie die beiden oft aus erster Hand erfahren: „Wenn unsere Gäste durch die Tür kommen, dann können sie ihren Alltag und das Stadtleben für eine kurze Zeit vergessen und die kuschelige und familiäre Atmosphäre genießen.“ Und tatsächlich strahlt das kleine Theater mit einer Bar, 99 Plätzen und einem Biergarten einen ganz eigenen Charme aus, wie man ihn heute selten findet.

„Wenn im Savoy und im Kommödchen die Champions-League spielt, dann spielt bei uns die Bundesliga.“

Philipp Kohlen-Priebe, Betreiber des Kabarett Flin

Das Kabarett Flin präsentiert seine neue Spielzeit – mit Stolz auf eine besondere Mischung.
Foto: Kabarett Flin

Oliver Priebe (r.) mit Gretchen in einer Szene des erfolgreichsten Stücks des Hauses, „Fast Faust“.

Das Betreiber-Paar blickt auf zwei erfolgreiche Spielzeiten zurück. Zuletzt erreichten sie sogar eine Auslastung von 93,3 Prozent. Neben zahlreichen namhaften Künstlern, die in dem Kleinkunsttheater auftreten, sind sie besonders stolz auf ihre eigenen Produktionen. „Fast Faust“, ihre erfolgreichste Produktion, feierte zuletzt 150 ausverkaufte Aufführungen. „Fast Faust ist unser Dauerbrenner. Es ist irrsinnig unterhaltsam für unsere Zuschauer und es macht großen Spaß, es aufzuführen“, sagt Oliver Priebe, der bei dem Stück selbst auf der Bühne steht. Sogar Studenten, die zuvor mit Goethe haderten, würden mit einem Lächeln nach Hause gehen, so Priebe.

Natürlich ist „Fast Faust“ auch wieder Teil des neuen Programms, das eine bunte Mischung für Jung und Alt verspricht. „Wir sehen uns wie einen Gemischtwarenladen, in dem es für jeden etwas zu entdecken gibt“, sagt Kohlen-Priebe. So kehrt nach 60 ausverkauften Vorstellungen der Theatermonolog „Verfallsdatum abgelaufen“ mit Oliver Priebe in der Hauptrolle zurück, in dem das Älterwerden der Männer aufs Korn genommen wird. Ein weibliches Pendant soll der „Damenabend“ bieten und beim „Heinz-Erhardt-Abend“ kann die ältere Generation in Erinnerungen schwelgen.

„Was unser Programm so besonders macht, ist seine Vielfalt. Bei uns gibt es Kabarett, Theater, Zauberei und sogar einen Bauchredner“, sagt Philipp Kohlen-Priebe. Dieser Bauchredner, Tim Becker, sei ein Highlight in der neuen Spielzeit und einer von Kohlen-Priebes Favoriten: „Tim Becker beherrscht die Kunst des Bauchredens in Perfektion und erschafft liebevolle und charmante Wesen, die ihre Geschichte erzählen.“ Wenn er am 23. September die Bühne des Flin betritt, werden alle Plätze besetzt sein, denn bereits jetzt ist die Vorstellung fast ausgebucht. Deshalb wird er am 20. Januar noch einmal ins Flin kommen.

Manche Veranstaltungen sind drei Monate im Voraus ausgebucht

Ausgebuchte Abende kommen zur Freude von Philipp Kohlen-Priebe und Oliver Priebe nicht selten vor: „Viele unserer Veranstaltungen sind bis zu drei Monate im Voraus ausgebucht“, sagt Oliver Priebe. Das neue Programm sei mit allem gespickt, was die Bundesliga des Kabarett zu bieten hat. „Ich erkläre den Leuten unser Theater gerne so: Wenn im Savoy und im Kommödchen die Champions-League spielt, dann spielt bei uns die Bundesliga“, sagt Kohlen-Priebe. Ab September spielen in dem Kleinkunsttheater namhafte Größen wie Carmela de Feo, Ingo Oschmann, Vera Deckers oder Robert Griess.

Philipp Kohlen-Priebe und Oliver Priebe investieren viel Zeit in die Auswahl der Künstler. „Uns ist wichtig, dass die Chemie zum Künstler stimmt, denn dann überträgt sich diese Stimmung auch auf das Publikum“, so Priebe.

Nachdem das Ensemble des Kabarett Flin durch den Tod von Ensemblemitglied Renate Söhnigen von einem schweren Schicksalsschlag getroffen wurde, blicken Philipp Kohlen-Priebe und Oliver Priebe nun voller Zuversicht auf die neue Saison: „Wir freuen uns sehr auf die neue Spielzeit und werden unserem Publikum viele tolle Künstler und viele lustige Abende bieten.“

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