Die Musiker gehen nun in die Sommerpause.

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Der Dirigent Ernst von Marschall (l.) leitet seit 1989 das Jugendsinfonieorchester der Tonhalle.

Der Dirigent Ernst von Marschall (l.) leitet seit 1989 das Jugendsinfonieorchester der Tonhalle.

Tonhalle

Der Dirigent Ernst von Marschall (l.) leitet seit 1989 das Jugendsinfonieorchester der Tonhalle.

Düsseldorf. "Big Bang" nennen sich die von jungen Musikern bewerkstelligten Konzerte in der Tonhalle. Und mit einem solchen "großen Knall" - die angelsächsische Redewendung für den kosmischen Urknall - endete nun die Musiksaison. Das Jugendsinfonieorchester (JSO) der Tonhalle krönte den Familientag, den man am Sonntag in allen Sälen und auf dem Vorplatz des Konzertgebäudes feierte.

Teenager verblüffen mit gekonntem Spiel von Gershwin und Bernstein

Zu drei Vierteln amerikanisch ist das Programm, das JSO-Dirigent Ernst von Marschall mit dem Orchester ausarbeitete. Spieltechnisch Schwieriges wie die Symphonischen Tänze aus Leonard Bernsteins "West Side Story", George Gershwins "Amerikaner in Paris" und die "Rhapsody in Blue" bewältigen die jungen Instrumentalisten verblüffend versiert.

Rhythmische Herausforderungen parieren die Teenager mit Schwung und Fingerspitzengefühl, und die Blechbläser verstanden sich blendend auf groteske Klangverzerrungen, die beim mehrfachen Öffnen und Schließen des Dämpfers entstehen.

Als Solist für den virtuosen Klavierpart der "Rhapsody in Blue" sitzt der 15-jährige Chinese Paul Ye am Steinway-Flügel. Mit viel musikalischer Fantasie und juvenilen Eigenwilligkeiten lässt der junge, in einem klassischen Frack steckende Pianist seine flinken Finger über die Tasten eilen.

Der Jungstudent an der Robert-Schumann-Hochschule steht noch am Beginn seiner Ausbildung, verfügt aber schon jetzt über beachtliche manuelle Fähigkeiten. Rasante Passagen scheinen ihm keine großen Schwierigkeiten zu bereiten. Auch in seiner Zugabe, der berühmten As-Dur-Polonaise von Frédéric Chopin, zeigt sich ein Naturell aus Virtuosität und musikalischem Ungestüm.

Der Abend beginnt klassisch mit Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert für Fagott und Orchester B-Dur KV 191. Wieder erscheint ein junger, begabter Solist auf dem Podium: der 19-jährige Robert Muschaweck, Mitglied des JSO und Schüler eines Solo-Fagottisten der Düsseldorfer Symphoniker.

Technisch und musikalisch weit fortgeschritten, gelingt ihm ein reifes und anregendes Mozart-Spiel. Große Begeisterung im gut besuchten Saal.

© WhatsBroadcast

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