Das Eine Welt Forum feierte 25 Jahre „Eine Welt Tage“ – drei Bands gaben ein Ständchen.

Die Energie von „Hanf im Glück“ sprang sofort aufs Publikum über.
Die Energie von „Hanf im Glück“ sprang sofort aufs Publikum über.

Die Energie von „Hanf im Glück“ sprang sofort aufs Publikum über.

Schaller

Die Energie von „Hanf im Glück“ sprang sofort aufs Publikum über.

Düsseldorf. Alljährlich veranstaltet das Eine Welt Forum, das sich weltweit für Gerechtigkeit, Bildung und Entwicklungshilfe einsetzt, Treffen mit Musik, Theater, Literatur oder Kunst. Zum 25-jährigen Jubiläum der "Eine Welt Tage" gratulierten am Dienstag im Zakk drei Düsseldorfer Bands.

Die Ersten des Abends, Punk’d Royal, fackeln auch nicht lang: Rotziger Rock im Stile der britischen Postpunk-Band Arctic Monkeys bringt Schwung in die Bude. Während Sänger und Gitarrist Aljoscha Mallmann harte Riffs zimmert und lautstark singt, drischt sein Bandkollege Matthias Stamm ohne sich zu schonen aufs Schlagzeug ein - er ist der Anführer der Rhythmusfraktion und das zu Recht: Sein flinkes Spiel gerät nie außer Takt, selbst bei schnelleren Nummern.

Der Mann für alle Fälle ist Niklas, Bruder des Sängers und Bassist. Bei den oftmals zweistimmigen Passagen von Songs wie "Love Repeated" oder "Digital Petting" von ihrem neuen Album "Little Red Books" rennt er auch unentwegt ans Keyboard in der Mitte der Bühne, um dem Sound einen Hauch 80er-Feeling zu verpassen.

Das Finale des Sets überlässt Aljoscha seinem Bruder, der eine nicht schlechte Cover-Version des Kings of Leon-Hits "Use Somebody" präsentiert - ein netter Abschluss und passender Übergang zur erfahreneren zweiten Band Hanf im Glück.

1997 gegründet spielt das Quintett noch heute in der gleichen Besetzung. Sänger Max Conradi, der eben noch im Publikum die Vorgänger mit anfeuerte, singt seine Texte vornehmlich auf Deutsch - bis auf ein paar milde englische Flüche wie im Lied "Rock Rock Rock" aus der neuen EP "Frag nicht nach".

Die Nachfolge-Combo Liquid Lightning legt zum Abschluss noch einen drauf - Zeit für Ohropax, denn die Riffs ihres Alternative Rocks sind zwei, drei Härtegrade heftiger. Dafür hat der Sound der vier Jungs geradezu internationales Niveau. Melodiöse Speedrock-Nummern wie "Mary" von der aktuellen EP "Catchlight" könnten auch aus der Feder ihrer Vorbilder Muse stammen.

Einen "Gewinner" des Eine Welt Tages gibt es dennoch nicht, da alle drei Acts in ihrem eigenen Genre Beachtenswertes geleistet und dem Publikum einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Abend geboten haben.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer