Capitol Theater entführt ab November in die 50er Jahre.

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Mit viel Schmalz: „Grease“ kommt wieder nach Düsseldorf.

Mit viel Schmalz: „Grease“ kommt wieder nach Düsseldorf.

Herbert Schulze

Mit viel Schmalz: „Grease“ kommt wieder nach Düsseldorf.

Düsseldorf. "You’re the one that I want": Dieser Hit setzt sich auch fast 40 Jahre nach seiner Entstehung immer noch im Ohr fest. Am Montag gaben zwei erprobte "Grease"-Darsteller als Danny und Sandy eine kleine Kostprobe von dem, was die Besucher des Capitol Theaters ab November wieder in Düsseldorf erwartet. Denn das Kult-Musical kehrt zurück an den Ort, wo es einen großen Erfolg in Deutschland feierte.

1996 eröffnete das 50er-Jahre-Musical das neue Capitol Theater an der Erkrather Straße. Es lief so erfolgreich, dass es drei Jahre lang gespielt wurde. Nachdem es nun in Deutschland länger nicht zu sehen war, kommt es in Düsseldorf wieder heraus, um danach auf Tournee zu gehen.

Die Darsteller stehen noch nicht fest, wohl aber der Regisseur: David Gilmore, der mit "Grease" einen Megahit am Londoner West-End landete, wird das Musical für Düsseldorf neu in Szene setzen. Modern, was Choreografie, Lichtdesign und Musikeffekte betrifft, soll die Inszenierung werden, verspricht Dieter Semmelmann, Geschäftsführer von Semmel Concerts, der gemeinsam mit dem Capitol Theater das Musical auf die Bühne bringt. Produzent ist Jim Lenny aus den USA, der ebenfalls am Montag angereist war, um die neue Show vorzustellen.

Worin besteht eigentlich die Magie von "Grease"? "Ganz klar in der Musik", sagt Lenny. "Alle Generationen lieben die Songs." Egal, ob "Hopelessly Devoted to You", "Sandy" oder eben das unverwüstliche "You’re the one that I want": Man kennt die Hits vor allem aus der Verfilmung mit Olivia Newton-John und John Travolta. Newton-John kam damals zur Premiere 1996 extra ins Capitol Theater. Ob sich das dieses Jahr wiederholt, will Geschäftsführer Maik Klokow noch nicht verraten.

Zweieinhalb Stunden Spaß und Unbekümmertheit

Die Nachfrage nach Tickets ist in jedem Fall bereits jetzt groß, berichtet Semmelmann. Das bestätigt die Macher darin, mit "Grease" das richtige Musical zur richtigen Zeit zu produzieren. Es sei ein Trend, dass sich Leute gerne an frühere, gute Zeiten erinnern. Da liegen sie bei den 50er Jahren genau richtig. "Die Leute wollen zweieinhalb Stunden Spaß und Unbekümmertheit erleben", sagt Semmelmann. Das bestätigt auch Klokow: "Es gibt eine große Sehnsucht nach Sicherheit momentan. Deshalb ist es auch so schwer, etwas Neues zu platzieren." Bei "Grease" bekäme man genau das, was man auch gekauft habe.

Und das Erfolgsrezept heißt "Highschoolmusical" gepaart mit fetzigen Choreografien, einem Schuss Nostalgie und einer Liebe, die sich erst nach einigem Hin und Her erfüllt. Dass die Qualität ihrer Inszenierung stimmt, ist den Machern ganz wichtig. Ab Juli finden die Castings in Hamburg, Düsseldorf, Wien und Berlin statt. Gesucht werden möglichst deutschsprachige Darsteller, die gut aussehen, gut singen können und "den Prototypen des Films ähneln", so Jim Lenny.

Aufführungen: 16. November bis 23. Januar 2011, Capitol Theater, Erkrather Str.30, Preise: 19,90 bis 79,90 Euro. Karten unter Tel. 73440 oder im Internet.

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