Düsseldorf. Das Filmmuseum Düsseldorf widmet dem preisgekrönten Regisseur Roman Polanski eine Ausstellung. "Polanski ist einer der größten europäischen und international erfolgreichsten Regisseure des vergangenen halben Jahrhunderts", sagte Bernd Desinger, der Direktor des Museums.

Gezeigt werden rund 200 Exponate über das Schaffen des Oscar-prämierten Künstlers, der gerade bei der Berlinale einen Silbernen Bären für seinen aktuellen Film "Der Ghostwriter" erhalten hat. Die Ausstellung "Roman Polanski - Regisseur und Schauspieler" ist vom 27. Februar bis zum 16. Mai zu sehen. Parallel dazu laufen seine Filme.

Die Schau gibt einen Überblick über das Werk des 76-Jährigen und ein Leben mit Höhen und Tiefen: Vom Überleben im Krakauer Ghetto, über von Protesten begleitete Kino-Erfolge bis zu den jüngsten Filmen.

Gezeigt werden auch Objekte aus dem Innenleben der Regiearbeit: Drehbücher mit Anmerkungen, Skizzen für Filmszenen, Castingfotos oder ausgeklügelte Ablaufpläne für Drehtage. Vorgestellt werden Darsteller und Filme wie "Der Pianist", "Chinatown" oder "Tanz der Vampire". Einen Teil der Objekte hat die langjährige Mitarbeiterin des Künstlers, Sylvette Baudrot, aus ihrem Archiv beigesteuert.

Ursprünglich plante der Regisseur, selbst nach Düsseldorf zu kommen. Er wurde jedoch noch in der Planungsphase der Ausstellung im vergangenen September bei der Einreise in die Schweiz festgenommen und war wochenlang in Haft. Die US-Behörden werfen ihm vor, 1977 eine 13-Jährige missbraucht zu haben. Inzwischen steht der Regisseur in seinem Chalet in der Schweiz unter Hausarrest.
 

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