Düsseldorf. Beim Blick auf Namen von Solisten und Gastdirigenten der Reihe "Sternzeichen", die zwölf städtischen Konzerte der Düsseldorfer Symphoniker, will keine rechte Vorfreude entstehen. Beispielsweise tritt schon beim zweiten Konzert (Oktober) der Russe Dmitrij Kitajenko ans Pult, ein Dirigent, der in Düsseldorf schon öfters symphonische Langeweile verbreitete.

Dann hat die als extravagant geltende Geigerin Patricia Kopatchinskaja (Solistin im Mendelssohn-Konzert beim 1. Sternzeichen) soeben CDs vorgelegt, die in ihrer starken Subjektivität mehr an Selbstverwirklichung denken lassen als an von Einfühlungsvermögen geleitete Musizierkunst. Im Rahmen des Schumann-Festes tritt Mario Venzago als Gastdirigent an.

Auch er ist kein Unbekannter in Düsseldorf, hat er doch Schumanns "Rheinische" unlängst dirigiert - mit konfusen Tempo-Schwankungen. Angesichts eines finanzstarken Freundeskreises hätte es sich die Tonhalle durchaus leisten können, etwas höher zu greifen.

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