Oper, Tonhalle und Schumann-Saal bringen musikalische Größen wie Sir Neville Marriner und Simone Kermes auf die Bühne.

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Simone Kermes gibt Barock-Arien im Diskoformat zum Besten.

Simone Kermes gibt Barock-Arien im Diskoformat zum Besten.

Cellist Gautier Capuçon spielt mit Temperament und Sensibilität.

Die expressive Benjamin-Britten-Oper „Peter Grimes“ wird zum letzten Mal am 28. Februar aufgeführt

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Simone Kermes gibt Barock-Arien im Diskoformat zum Besten.

Düsseldorf . Düsseldorf wird seit Jahrzehnten musikalisch verwöhnt. Kaum ein Orchester, das nicht hier gespielt hat. Das ist auch in diesem Jahr nicht anders. Zu den treuesten Gästen zählt Sir Neville Marriner, der begnadete Kammerorchester-Dirigent. Der 85-Jährige hat sich seine kapellmeisterliche Wachheit bis ins hohe Alter bewahrt, tritt aber nur noch selten auf.

Nur aus alter Freundschaft zu Konzertveranstalter René Heinersdorff darf man ihn auch in diesem Jahr wieder in Düsseldorf erleben. Er tritt mit der von ihm gegründeten Academy of St. Martin in the Fields auf, die heute meist unter anderer Leitung steht. Am 9. Januar, 20 Uhr, dirigiert er Werke von Mozart, Dvorák und Berlioz. Solist für Mozarts C-Dur-Konzert KV 503 ist der brillante junge österreichische Pianist Martin Helmchen.

Jeanne Piland lädt zum Abschied illustre Kollegen ein

Einer der dynamischsten unter den großen Klangkörpern der Welt ist das London Symphony Orchestra (LSO). Neben technischer Perfektion bestechen die Londoner noch durch britischen Spielwitz und druckvolle musikalische Energie. Valery Gergiev, der leidenschaftliche russische Klangmagier, hebt am 22. Januar, 20 Uhr, ebenfalls in der Tonhalle den Taktstock. Auf dem Programm steht russische Romantik, Tschaikowskys 1. Symphonie und Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ in der Orchesterfassung von Maurice Ravel.

An der Oper besteht am 28. Februar, 19.30 Uhr, zum vorerst letzten Mal die Gelegenheit, die expressive Inszenierung der Benjamin-Britten-Oper Peter Grimes zu erleben. Der deutsch-türkische Regisseur Immo Karaman und der Bühnenbildner Kaspar Zwimpfer schufen hierfür eine kraftvolle, düstere Bildsprache. Eine graue Welle aus verwitterten Türen und Fenstern bildet den Bühnenhintergrund und betont das Gefühl von Unfreiheit innerhalb einer bedrängenden Fischerdorf-Gesellschaft.

Eine Gala der besonderen Art richtet die Oper für ihren Star Jeanne Piland aus, die das Ensemble verlässt. Sie ist der Oper seit 1977 verbunden. Unter dem Titel „Jeanne Piland & Friends“ hat die amerikanische Mezzosopranistin für den 2. April, 19.30 Uhr, Kollegen aus aller Welt eingeladen.

Man darf gespannt sein, welche Berühmtheiten nach Düsseldorf kommen. Immerhin ist Jeanne Piland mit Stars wie Jessye Norman und Edita Gruberova befreundet. Wer nun tatsächlich dabei sein wird, will die Sängerin leider noch nicht verraten.

Klassische Musik in modernem Gewand präsentiert der Robert Schumann-Saal mit der Sopranistin Simone Kermes, die Barockarien im Diskoformat zum Besten gibt. Mit von der Partie am 4. Juni, 21 Uhr, ist die Schumann-Camerata unter der Leitung von Alexander Shelley. Im Anschluss gibt es eine Party.

Ein junger französischer Musiker von besonderer Sensibilität, aber auch leidenschaftlichem Temperament ist der Cellist Gautier Capuçon. Er spielt am 17., 19. und 20. Juni mit den Düsseldorfer Symphonikern das 1. Cellokonzert von Dmitri Schostakowitsch. Capuçon ist stilistisch vielseitig, er befeuert Klassisches von Haydn ebenso wie das romantische und frühmoderne Repertoire.

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