Zum Sonderpreis dürfen die Mitglieder unterschiedliche Veranstaltungen besuchen. Junge Kulturpaten weisen den Weg.

Zum Sonderpreis dürfen die Mitglieder unterschiedliche Veranstaltungen besuchen. Junge Kulturpaten weisen den Weg.
Stellten die Kampagne vor (v.l.): Initiator Marvin Wittiber und die Botschafter Masha ter Veer, Djordje Mandic, Marlene Liebermann und Lilli Reents.

Stellten die Kampagne vor (v.l.): Initiator Marvin Wittiber und die Botschafter Masha ter Veer, Djordje Mandic, Marlene Liebermann und Lilli Reents.

Stellten die Kampagne vor (v.l.): Initiator Marvin Wittiber und die Botschafter Masha ter Veer, Djordje Mandic, Marlene Liebermann und Lilli Reents.

Kunst und Kultur können seit jeher Menschen in Begeisterung versetzen. Und obwohl das Kulturangebot in Düsseldorf groß ist, haben viele Jugendliche schlichtweg keinen Kontakt zu dieser Welt. Der Jugendrat der Stadt will das nun ändern und Jugendliche wieder mehr für Kultur, Musik, Tanz und Theater begeistern. Dazu hat der Rat jetzt eine Kampagne gestartet und einen Jugendclub für 14- bis 21-Jährige mit dem Namen „mit herzblut“ gegründet, um Kultur gemeinsam zu erleben.

Marvin Wittiber ist der stellvertretende Jugendratssprecher und einer der Initiatoren der Kampagne. Er glaubt, viele Jugendliche hätten durchaus Interesse an Kultur, doch der Weg in die Kulturinstitutionen sei oft schwer. Sein Club soll den Einstieg erleichtern: „Auf dem Pausenhof wird über Kunst und Kultur kaum gesprochen. Selbst wenn man also Interesse an Theater und Co. hat, findet man nur schwer Gleichgesinnte. Und dann ist da ja noch das Problem des undurchschaubaren Überangebots an Kultur. Was könnte davon jetzt wirklich cool für Jugendliche sein?“

Die Mitgliedschaft im Club ist kostenlos

„mit herzblut“ setzt auf Zusammenarbeit mit Kulturinstitutionen wie dem Schauspielhaus, dem Kunstpalast, der Tonhalle oder dem zakk. Mitglieder können zum Sonderpreis ausgewählte Veranstaltungen besuchen. Zwischen 2,50 Euro und 10 Euro kosten die ermäßigten Karten. Die Mitgliedschaft ist kostenlos. Die Clubmitglieder besuchen nicht nur gemeinsam Veranstaltungen, sondern haben danach auch die Gelegenheit, sich über das Erlebte oder Gesehene auszutauschen. Begleitet werden sie von Mitgliedern des Jugendrats und den Kulturbotschaftern von „mit herzblut“.

Die acht Kulturbotschafter sind das Herzstück der Kampagne, die in der Stadt auf Plakatwänden, auf Postkarten und auf Infotafeln in Uni und Schulen zu sehen sein wird. Die Botschafter sind selbst Jugendliche, die ihren Weg in die Kultur bereits gefunden haben und deren Geschichten inspirieren sollen. Auch Marvin Wittiber ist Botschafter. Aktuell steht er mit dem Theaterstück „Düsseldorf first!“ auf der Bühne des Jungen Schauspiels. „Jeder der Botschafter ist ein Beispiel für die leidenschaftliche Beziehung zur Kunst, die uns verbindet“, sagt der 19-Jährige. Die Kampagne soll den Jugendlichen Möglichkeiten zeigen, selbst künstlerisch tätig zu werden. Kulturbotschafterin Lilli Reents ist mit 12 Jahren zum Jungen Schauspiel gestoßen und entdeckt seitdem die Schauspielerei. Die heute 16-Jährige hat hier viele wertvolle Erfahrungen gemacht: „Ich habe hier viel Zeit verbracht, habe viel über mich gelernt und mich dort selbst gefunden.“ Hier werde man einfach so akzeptiert, wie man ist, sagt Lilli.

Neue Kampagne konzentriert sich auch auf soziale Medien

Deshalb wünscht sie sich, dass Jugendliche dem Theater offen gegenüberstehen, damit auch sie diese Erfahrung machen können. Die erste Veranstaltungsrunde des Jugendclubs läuft vom 6. Februar bis 23. März. Danach wird mit den Instituten über das weitere Programm gesprochen. Die neue Kampagne konzentriert sich auch auf soziale Medien. So wurden gemeinsam mit dem Jugendportal „youpod“ acht Videoclips produziert, die Einblicke in das Engagement der jungen Kulturbotschafter geben.

Durch „mit herzblut“ könnte einigen Jugendlichen Zugang zu einer Welt ermöglicht werden, die sie sonst nie kennengelernt hätten. Je früher desto besser, findet Stefan Fischer-Fels, Leiter des Jungen Schauspiels: „Wer als Kind oder Jugendlicher nicht mit Kunst in Kontakt kommt, tut dies meist auch als Erwachsener nicht mehr.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer