Satiriker Jan Böhmermann eröffnet im NRW-Forum seine eigene Museumsausstellung "Deuscthland" - und arbeitet damit "hart an der Gegenwart".

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In der Ausstellung von Jan Böhmermann im Düsseldorfer NRW-Forum ist auch der in seiner ZDF-Sendung "Neo Magazin Royal" vorgestellte "Reichspark" ein Thema.

In der Ausstellung von Jan Böhmermann im Düsseldorfer NRW-Forum ist auch der in seiner ZDF-Sendung "Neo Magazin Royal" vorgestellte "Reichspark" ein Thema.

Ein Banner der Austellung "Deuscthland" am Gebäude des NRW Forums in Düsseldorf.

Zur Eröffnung am Donnerstagabend bildete sich eine lange Schlange von Wartenden vor dem NRW-Forum.

"Deuscthland" steht über dem Eingangsbereich der Ausstellung von Jan Böhmermann, die eine Art Passkontrolle für Deutsche und Ausländer ist.

Satiriker Jan Böhmermann in seiner Sendung "Neo Magazin Royale". Am Donnerstag präsentierte er dort den "Reichspark", der auch eine Rolle in seiner Ausstellung spielt.

Digitalredaktion, Bild 1 von 5

In der Ausstellung von Jan Böhmermann im Düsseldorfer NRW-Forum ist auch der in seiner ZDF-Sendung "Neo Magazin Royal" vorgestellte "Reichspark" ein Thema.

Düsseldorf. TV-Moderator Jan Böhmermann (36) zeigt in Düsseldorf eine eigene Museumsausstellung. Am Donnerstag stellte er im NRW-Forum die Schau „Deuscthland“ vor, die er und seine Produktionsfirma Bildundtonfabrik (btf) zusammengestellt haben. Er wolle damit „hart an der Gegenwart“ arbeiten. Die gescheiterten Jamaika-Sondierungen in Berlin seien dafür geradezu ein Glücksfall, sagte er. „Dass wir gerade in so einer Art Lauerstellung sind, ist für die Ausstellung perfekt.“ Momentan gebe es keine Gewissheiten und keine Richtung.

Die Ausstellung, die am Donnerstagabend eröffnet wurde, zeigt zum Beispiel Wanderkleidung, die man von Urlaubsfotos der Kanzlerin kennt und spiegelt in einer Art Dokumentation den Rechtsstreit um Böhmermanns „Schmähgedicht“ auf den türkischen Präsidenten Erdogan wider. „Wir haben in den letzten Jahren viele Sachen gehabt, die im Fernsehen nicht funktionieren, die so links und rechts runtergefallen sind auf der Hobelbank“, sagte Böhmermann. Diese setze er nun um, sagte der TV-Satiriker und Grimm-Preisträger.

Allerdings müssen Besucher an einer „Passkontrolle“ ihr Handy abgeben, um keine Fotos verbreiten zu können. Man wolle der Schau nicht „das Neue“ nehmen, begründete Böhmermann die Geheimnistuerei.

Zur Vernissage am Donnerstagabend bildete sich vor dem NRW-Forum eine lange Schlange. Die Ausstellung ist bis zum 2. Februar 2018 zu sehen.

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