Pianist Kit Armstrong gastiert im Schumann-Saal.

Düsseldorf. Mit sieben studierte er bereits Mathematik und Naturwissenschaften an der Chapman University of California, zwei Jahre später kam das Fach Musik dazu. Nun hat der heute 18-jährige Kit Armstrong Klavierunterricht bei keinem Geringeren als dem weltberühmten Altmeister Alfred Brendel. Im Rahmen der Konzertreihe "Mein Schumann" gastierte der mehrfach begabte Pianist nun mit Werken aus vier Epochen im Robert-Schumann-Saal.

Das Programm liest sich musikhistorisch chronologisch: Los geht es mit Bach, gefolgt von Mozart, dann kommen Schumanns "Kinderszenen", und zum Schluss kommt man mit Bela Bartók im 20. Jahrhundert an. So geordnet die Reihenfolge, so aufgeräumt auch das Spiel des Amerikaners mit asiatischen Wurzeln. Bachs Polyphonie macht er durch eine sehr analytische Interpretation der dreistimmigen Inventionen hörbar. Kontrapunktische Kompetenz stellt er auch in Mozarts a-Moll-Sonate unter Beweis. Doch kann Kit Armstrong auch leidenschaftlich in die Tasten greifen und die Gefühlsmomente der "Kinderszenen" auskosten. Das darin enthaltene Stück "Träumerei" nimmt er allerdings recht zügig und sachlich.

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