Am Montag kommen Arbeiten von Wim Wenders, Rita McBride und Andreas Gursky unter den Hammer.

Am Montag kommen Arbeiten von Wim Wenders, Rita McBride und Andreas Gursky unter den Hammer.
Bereiten die Auktion vor (v.l.): Gudrun Dröghoff, Christie’s Deutschland, Peter von der Forst, Geschäftsführer der Aids-Hilfe Düsseldorf, Dorothee Achenbach, Schirmherrin von Heartwork, Sandra Christmann (Kunstsammlung), Maria Mueller-Schareck (Kuratorin im K21), vorne Arno Verkade, Managing Director Christie’s.

Bereiten die Auktion vor (v.l.): Gudrun Dröghoff, Christie’s Deutschland, Peter von der Forst, Geschäftsführer der Aids-Hilfe Düsseldorf, Dorothee Achenbach, Schirmherrin von Heartwork, Sandra Christmann (Kunstsammlung), Maria Mueller-Schareck (Kuratorin im K21), vorne Arno Verkade, Managing Director Christie’s.

Sergej Lepke

Bereiten die Auktion vor (v.l.): Gudrun Dröghoff, Christie’s Deutschland, Peter von der Forst, Geschäftsführer der Aids-Hilfe Düsseldorf, Dorothee Achenbach, Schirmherrin von Heartwork, Sandra Christmann (Kunstsammlung), Maria Mueller-Schareck (Kuratorin im K21), vorne Arno Verkade, Managing Director Christie’s.

Düsseldorf. Dorothee Achenbach lässt es sich auch nach ihrer Scheidung vom ehemaligen Kunstberater Helge Achenbach nicht nehmen, für die Kunstauktion Heartwork der Aidshilfe in K 21 zu werben. 52 Künstler von A wie Anzinger bis W wie Wim Wenders spenden ihre Werke für die Benefiz-Veranstaltung am Montag um 20 Uhr unter der Kuppel im Ständehaus. Peter van der Forst hofft, damit den 2800 bis 3000 Infizierten zu helfen, die allein in Düsseldorf beheimatet sind. Denn HIV und Aids lassen sich zwar inzwischen therapieren, aber noch immer nicht heilen. Jährlich werden 60 bis 80 Menschen neu infiziert. „Auf null können wir den Stand der Kranken nicht bringen, denn inzwischen sind auch Menschen mit Migrationshintergrund dabei“, so von der Forst.

Helfer hoffen auf 125 000 Euro als Erlös aus der Benefiz-Aktion

500 Bieterkarten hat das Auktionshaus Christie’s schon vorbereitet. Der Deutschlandchef Anro Verkade wird das Hämmerchen schwingen. Für Ihn und sein Team ist es fast schon selbstverständlich, das Kunstereignis im großen Foyer im Ständehaus zu begleiten.

Die Helfer hoffen wieder, rund 125 000 Euro in die Kasse zu bekommen. Die Preise für die Kunst sind in diesem Jahr allerdings relativ niedrig. Eine Graphitzeichnung des Akademieprofessors Siegfried Anzinger wird schon für 800 Euro einschließlich Rahmen angeboten. Der Becher-Schüler Boris Becker will für sein Wohnhaus aus dem Jahr 1992 lediglich 900 Euro haben. Und sein einstiger Kommilitone Laurenz Berges bietet sogar ein Foto vom Umbau des Ständehauses, anno 1999, für 1100 Euro an.

Ein steter Mitstreiter ist Claus Föttinger, der zwei Tischlampen mit Fotos nach einem Stummfilm des Regisseurs Erich von Stroheim für 2200 Euro in die Waagschale wirft. Andreas Gursky beteiligt sich mit einem Farbfoto-Litho zum Preis von 2500 Euro. Die Edition, aus der das Blatt stammt ist eigentlich schon vergriffen.

Kurios ist ein Blatt von Rita McBride, das sich auf ihre Installation in Mönchengladbach zu den sieben Eseln bezieht. „Mehr Eselfreunde“ ist es betitel und mit einem dunkelbraun gebeizten Kirschbaum-Rahmen versehen, aber leider nicht signiert und ohne Zertifikat (Mindestgebot 3500 Euro). Sicherlich im Preis hoch getrieben wird der „Dutt“ von Cornelius Völker, eines der wenigen Ölfarbbilder, wenn auch auf Papier, für 2300 Euro.

Die Auktion findet auf der Piazza im Ständehaus, Ständehausstraße 1, statt.

Vorbesichtigung ist Montag ab 17 Uhr, die Auktion ab 20 Uhr.

Er beträgt 30 Euro, die als Spende an die Aids-Hilfe gehen. Es gibt Getränke und kleine Speisen. Organisator Heartbreaker ist der Förderkreis der Aids-Hilfe Düsseldorf.

Das höchste Gebot kommt zuletzt. „Glück“ nennt Wim Wenders sein Schwarzweiß-Foto von 1963, das auf Alubond aufgezogen und auf Barytpapier ausgedruckt ist. Es soll mindestens 6000 Euro bringen. Die Düsseldorfer Fan-Gemeinde wird diesen Preis zweifellos deutlich überbieten.

© WhatsBroadcast

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