Mit ihren kolossalen Gewölben und ihren kostbaren Glasfenstern ist das Gotteshaus der Stolz der Gemeinde mit ihren 6000 Gläubigen.

Pfarrer Bernd Wegerhoff vor dem neuromanischen Gebäude der Kreuzkirche am Dreieck.
Pfarrer Bernd Wegerhoff vor dem neuromanischen Gebäude der Kreuzkirche am Dreieck.

Pfarrer Bernd Wegerhoff vor dem neuromanischen Gebäude der Kreuzkirche am Dreieck.

Judith Michaelis

Pfarrer Bernd Wegerhoff vor dem neuromanischen Gebäude der Kreuzkirche am Dreieck.

Düsseldorf. Kaum ein Gotteshaus in Düsseldorf wird so liebevoll und sachkundig gepflegt wie die Kreuzkirche. Pfarrer Bernd Wegerhoff ist derart stolz darauf, dass er das 100-jährige Bestehen des Komplexes am Dreieck bis in den Herbst hinein feiern will.

Die Kirche steht seit 1982 unter Denkmalschutz, gilt sie doch als eine der kapitalsten neoromanischen Gotteshäuser der Stadt. Und sie wird immer schöner, seitdem Birgit Schwarzkopf, Vorsitzende des Bundes deutscher Innenarchitekten NRW, im Bauausschuss der Kirche sitzt.

Seit der Sanierung von 2005 hat die Kirche ihren Glanz zurückbekommen

Die Geschichte der evangelischen Kirche in Derendorf reicht weit zurück. 1896 konnte das ehemalige Collenbachsche Gut in Pempelfort erworben und für ein Bethaus hergerichtet werden. 1901 schenkte Kirchmeister August Hülstrung der Gemeinde das angrenzende Grundstück an der Klever Straße zum Bau eines Pfarrhauses.

Zu diesem Zeitpunkt entwarf Regierungsbaurat Carl Eduard Schleicher auch schon die Kirche selbst, ein wahres Prachtwerk, mit hoher Mittelkuppel, einer Halbkuppel über der Apsis und dem Tonnengewölbe. Selbst die Bomben im Zweiten Weltkrieg konnten der Struktur der hohen Halle nichts antun, die Fassaden waren stehen geblieben. Und das feine Mosaik im Chorraum besteht seit dem Kaiserreich.

2005 besorgte Birgit Schwarzkopf mit dem Einverständnis der Gemeinde den Abriss und Ausbau von Einbauten in der Vorhalle und unter den Emporen. Sie ersetzte auch bombastische Leuchter durch ein sinnvolles Lichtsystem. Gleichzeitig musste der gesamte Fußboden neu verlegt werden. Die Wiedereröffnung glich einem Neuanfang. Die Kreuzkirche gilt seitdem als offene Kirche. Das heißt, ein Kreis ehrenamtlicher Mitarbeiter hält die Kirche auch an Wochentagen offen.

Die Kreuzkirche liegt zwischen Collenbachstraße und Klever Straße.

An diesem Sonntag stellt sich um 10.30 Uhr die Frauenhilfe im Rheinland vor.

Am 4.Juni beginnt das Gemeindefest um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst, anschließend ist Geburtstagsparty.

Am 19.September, 18 Uhr, ist Festkonzert mit Bach und Mozart (Krönungsmesse). Am 23. September, 10.30 Uhr, predigt Präses Nikolaus Schneider.

Das Festkonzert findet am 28. November, 16 Uhr, statt.

Mit den Jubiläums-Festen soll die Freude an dem Gebäude geweckt wreden. So will Pfarrer Carsten Bierei am 23. Mai seine Pfingst-Predigt um 10.30 Uhr den Fenstern der Kirche widmen. 1959 hatte der Maler Ernst Otto Köpke den Wettbewerb gewonnen und zunächst die Emporenfenster, 1961 dann auch die Propheten- und Patriarchenfenster in den Querhäusern gestaltet.

Die Gemeinde hat 6.000 Mitglieder und feiert auch auf musikalische Weise. So wird am 20.Juni um 18 Uhr das Hundertjährige zum Anlass genommen, um auf "Hundert Jahre Schlager" hinzuweisen. Es singt der Düsselchor unter Leitung von Dirk Ströter. Die Veranstaltung nennt sich "Kreuz und quer".

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