Seine Tochter hatte Krebs. Knut Roitzheim hat eine Initiative entwickelt, die Mut machen soll.

Konzept
Tanja Gröpper, Josy und Knut Roitzheim bei der „Mutmacher“-Aktion in der Münster-Therme.

Tanja Gröpper, Josy und Knut Roitzheim bei der „Mutmacher“-Aktion in der Münster-Therme.

Judith Michaelis

Tanja Gröpper, Josy und Knut Roitzheim bei der „Mutmacher“-Aktion in der Münster-Therme.

Düsseldorf. Eine Sportschwimmerin im Rollstuhl zieht ein krebskrankes Kind aus dem Wasser. Doch bei dieser ungewöhnlichen Vorstellung handelt es sich nicht etwa um eine Rettungsaktion, sondern um das Motiv des Projektes „Mutmacher“. „Damit wollen wir Menschen, die an Krebs erkrankt sind, zeigen, dass auch eine Heilung möglich ist“, sagt Knut Roitzheim, Initiator der „Mutmacher“-Aktion. Angefangen hat alles mit der Leukämie-Erkrankung seiner Tochter Josy vor knapp drei Jahren: „Damals war ich teilweise ziemlich genervt, dass Krebs häufig für Werbezwecke eingesetzt wird. Also habe ich mir in der vielen Zeit, während ich auf Josy aufgepasst habe, eine eigene Kampagne ausgedacht“, sagt der Werber.

Mit einem Fotoshooting in der Münster-Therme mit der Düsseldorfer Schwimmerin Tanja Gröpper, die bei den Paralympics die Bronzemedaille über 100 Meter Freistil gewonnen hat, geht die Aktion in die erste Runde.

Marathon-Teilnahme und mehr Fotoshootings mit Sportlern

Mit dabei sind die mittlerweile vierjährige Josy, die dank der guten medizinischen Betreuung im Uni-Klinikum wieder ein ganz normales Leben führt, sowie Hanna (16) und Alina (17). Beide Mädchen hatten einen Gehirntumor. Zwar sind sie zurzeit krebsfrei, aber Hanna hat einen Hörschaden zurückbehalten und durch eine Wirbelsäulen-Bestrahlung wurde ihr Wachstum gehemmt, Alina ist erblindet. Beide gehören zu der Gruppe „Fighting Spirits“ der Kinder-Onkologie, die „Mutmacher“ unterstützt. „Zu der Gruppe gehören Jugendliche, die an Krebs erkrankt sind. Durch Gesang und Musik haben wir nicht nur selbst großen Spaß, sondern wir wollen auch anderen Mut machen“, sagt Alina.

Bei den Mutmachern soll es nach dem ersten Fotoshooting mit der Teilnahme am Düsseldorfer Marathon weitergehen. Außerdem sollen noch mehr Fotos mit Sportlern entstehen. „Denn sowohl beim Sport als auch beim Kampf gegen den Krebs geht es darum, ein Ziel zu erreichen. Aus den Fotos sollen Plakate entstehen, die in Kliniken aufgehängt werden. Wenn wir damit auch nur einem Menschen Kraft zum Kämpfen geben können, haben wir schon gewonnen“, sagt Knut Roitzheim.



 

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