Zwei Menschen waren 2003 bei dem Unglück an der Königsallee gestorben.

Zwei Menschen starben bei dem Unglück.
Zwei Menschen starben bei dem Unglück.

Zwei Menschen starben bei dem Unglück.

Knopp

Zwei Menschen starben bei dem Unglück.

Düsseldorf. Es war ein tragisches Unglück, das sich am 29. April 2003 auf der Baustelle des Interconti-Hotels an der Königsallee ereignete. Weil eine Betonplatte wegrutschte, stürzten zwei 50 und 40 Meter hohe Kräne um. Zwei Bauarbeiter starben. Am Dienstag musste sich das Oberlandesgericht erneut mit dem Unfall befassen. Bis heute ist nämlich unklar, wer für den Schaden aufkommt.

Da die Baustelle während der Bergungsarbeiten für längere Zeit stillgelegt werden musste, sammelten sich erhebliche Kosten an. Forderungen in Höhe von 30 Millionen Euro liegen vor. Eigentlich wäre das kein Problem, denn die Baustelle war bis zu 50 Millionen Euro bei einem großen Konzern versichert. Doch der Versicherungsschutz war offenbar schon im März 2003 abgelaufen. Darum weigert sich das Unternehmen, den Schaden zu übernehmen.

Bauarbeiten hatten sich damals verzögert

Vor Gericht wurde am Dienstag vorgetragen, dass sich zwei Bauunternehmen für das Großprojekt zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen hatten. Eine der Baufirmen war Stammkunde bei dem Konzern und schloss dort die 50 Millionen-Versicherung ab, die - wie üblich - zeitlich befristet war.

Ursprünglich hatte man damit gerechnet, die Arbeiten bereits im Februar 2003 abschließen zu können. Doch dann gab es Verzögerungen. Angeblich wurde telefonisch mit der Versicherung besprochen, dass man den Versicherungsschutz verlängern müsse. Gestritten wird darum, ob die vorliegenden Unterlagen ausreichend belegen, dass es eine solche Vereinbarung gegeben hat.

Die Versicherung argumentiert außerdem, dass die Forderungen verjährt sind. Erst 2006, also nach drei Jahren, soll eines der Unternehmen den Schaden gemeldet haben. Obwohl noch kein Urteil gesprochen wurde, deutete das Gericht bereits an, dass es dieser Argumentation folgen wird.

Sollte die Versicherung nicht zahlen, müssen vermutlich die beiden Bauunternehmen für den Schaden aufkommen. Wann die Entscheidung des Gerichtes bekannt gegeben wird, steht noch nicht fest.

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