Die Jonges setzen den „Jröne Jong“ im Hofgarten neu in Szene. Die Musik dazu steuert Eberhard Kranemann bei.

stadtjubiläum
Kanjo Takés Wasser-Licht-Installation wird von Eberhard Kranemann mit sphärischen Klängen unterlegt.

Kanjo Takés Wasser-Licht-Installation wird von Eberhard Kranemann mit sphärischen Klängen unterlegt.

Kanjo Také

Kanjo Takés Wasser-Licht-Installation wird von Eberhard Kranemann mit sphärischen Klängen unterlegt.

Düsseldorf. Die Düsseldorfer Jonges haben sich für das Stadtjubiläum etwas Bombastisches und Originelles einfallen lassen.

Wer vorher der Meinung war, dass Heimatvereine eher an der Pflege ihre alten Traditionen kleben, wird nun eines Besseres belehrt: Die Jonges setzen den „Jröne Jong“ im Hofgarten neu in Szene – und zwar mit einer imposanten Licht- und Fontänen-Installation des Künstlers Kanjo Také.

Als kongenialen Partner an seiner Seite gesellt sich Eberhard Kranemann. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern von „Kraftwerk“, 1971 stieg er aus dem Projekt aus.

Für die Jonges ist es „ein Spagat zwischen Tradition und Moderne“

Für das Bürgerfest der Jonges am kommenden Freitag hat Kranemann passend zu Takés „Tanz der göttlichen Helden“ die Klangkulisse komponiert. Rund drei Wochen haben die Künstler sich buchstäblich zusammengerauft, um für beide Seiten zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen: Kranemann hat für das Lichtkunstwerk mit Manga-Figuren sowie Düsseldorfer und Jonges-Wahrzeichen sphärische Naturklänge gewählt, die er verfremdet. Zum Fest wird er seine Komposition live darbieten.

Schon des Öfteren haben sich Kranemann und Také zu einem symbiotischen Duo zusammengeschlossen. Ihr aktuelles Projekt hatten sie bereits im Studio eingespielt. Am Freitag kommt es nun zur Live-Premiere. Beide sind gleichermaßen gespannt, „obwohl es nicht der Sprung ins kalte Wasser ist“, sagte der Také am Mittwoch bei einem Pressegespräch.

Freitag, 13. September, Beginn um 19.30 Uhr mit Posaunisten der Robert-Schumann-Hochschule, danach verschiedene Redner, darunter OB Dirk Elbers und der Generalkonsul des Japanischen Generalkonsulats, Kiyoshi Koinuma. Ab 21 Uhr erstrahlt und erklingt der „Tanz der göttlichen Helden“.

Die Kosten für die Wasser-Licht-Installation zum Bürgerfest trägt die Ernst-Poensgen-Stiftung. Sie unterstützt verschiedene Kulturprojekte in der Stadt.

„Die Licht-Installation wurde bereits bei der Lichtsicht-Biennale in Bad Rothenfelde gezeigt und war der Publikumsmagnet“, erklärt der japanische Multimediakünstler, der in Düsseldorf, Shanghai und Tokio lebt und arbeitet.

Vielleicht lässt sich an diesen Erfolg anknüpfen. Die Jonges rechnen mit bis zu 3000 Besuchern. „Für uns ist das ein Spagat zwischen Tradition und Moderne“, sagte Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven. Es gebe rund 70 Denkmäler in der Stadt. Diese auf neue Art wieder ins Bewusstsein der Bürger zu bringen, habe sich der neue Vorstand mitunter verschrieben, ergänzte. Stadtbildpfleger Volker Vogel.

Das Fest am Freitag beginnt am Abend, denn erst in der Dämmerung kommt die temporäre Lichtinstallation zur Geltung. Kanjo Také hat dafür Protagonisten in Manga-Figuren und sie fotografiert. Das sei bislang einmalig, sagte er. Ab etwa 21 Uhr wird sein „Tanz der göttlichen Helden“ auf einem 144 Quadratmeter großen Wasserschild erscheinen. Die beste Sicht haben Zuschauer, wenn sie sich frontal zum Projektor stellen. Die Installation samt Musikeinspielung bleibt bis Dienstag im Hofgarten, von 21 bis 21.30 Uhr läuft sie in der Endlosschleife.

Als dauerhaftes Geschenk an die Stadt übergeben die Jonges voraussichtlich Ende Oktober Takés „Wateregg“. Das Wasserei mit einem illuminierten, an- und abschwellenden Fontänengeflecht soll außerhalb der Frostperiode künftig stets in den Abendstunden erstrahlen. Die Kosten dafür tragen der Heimatverein und Sponsoren.

© WhatsBroadcast

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer