Urgesteine und Senkrechtstarter des Pop gastieren in Düsseldorf: Lana del Rey, Depeche Mode, Roger Waters, Peter Gabriel und Cro.

Mit Schmollmund und Melancholie betört Lana del Rey die Düsseldorfer im April.
Mit Schmollmund und Melancholie betört Lana del Rey die Düsseldorfer im April.

Mit Schmollmund und Melancholie betört Lana del Rey die Düsseldorfer im April.

Depeche Mode spielen gleich zwei Konzerte im Juli.

Deutsch-Rapper Cro tritt im April auf – bestimmt wie hier mit Pandamaske.

Roger Waters bringt im September „The Wall“ auf die Bühne.

dpa, Bild 1 von 4

Mit Schmollmund und Melancholie betört Lana del Rey die Düsseldorfer im April.

Düsseldorf. Das Jahr ist noch jung – und doch gibt es zumindest eine Sache, die für 2013 bereist feststeht: Wer noch immer behauptet, Köln sei die Musikhauptstadt des Landes, der ist schon Wochen vor der jecken Zeit raderdoll.

Der Blick in den Konzertkalender zeigt nämlich: Bislang haben sich auch in Düsseldorf Künstler angekündigt, die wahlweise Szene- oder Superstars sind. In den hiesigen Clubs und Hallen werden sich 2013 prägende Köpfe des Pop ebenso auf der Bühne tummeln wie personifizierte Jahrzehnte der Musikgeschichte.

Da ist zum Beispiel Lana del Rey: Die Amerikanerin stahl gleich zu Beginn des vergangenen Jahres allen anderen die Show – mit einem Schmollmund, aus dem tiefe Melancholie sprach, und Klamotten, die sich vor der Retro-Ästhetik der Fifties und Sixties verneigten. Adele war out. Amy Winehouse tot. „Video Games“ und „Summertime Sadness“ waren angesagt – und werden von del Rey sicherlich auch bei ihrem Auftritt am 17.4. in der Halle an der Siegburger Straße besungen.

Höhepunkte auf Club-Ebene: Tocotronic und Calexico

Eben dort dürften sich 2013 auch Freunde von Punkrock und Hip-Hop als den größten Subkulturen neben dem Metal wohlfühlen – etwa wenn die Bostoner Folkpunks Dropkick Murphys (31.1.), Gaslight Anthem aus New Jersey als die räudige Springsteen-Variante (1.4.) sowie der deutsche Pandamasken-Rapper und Jungstar Cro (24.3., ausverkauft) und sein US-Kollege Lil Wayne (22.3) Station machen.

Im Vorprogramm von Gaslight Anthem spielt übrigens Frank Turner, der in seiner Heimat England locker Arenen füllt. Ebenfalls an der Siegburger Straße zu Gast sind die legendären Jacksons (10.3.) – zu viert weil ohne Michael natürlich – sowie die Neo-Folker Mumford & Sons (3.4.).

Dass sich für Musikfreunde 2013 trotz allem ein Blick über die Stadtgrenze hinaus lohnt, zeigt folgende Auswahl an Konzerten: Bruce Springsteen gastiert am 5.7. im Borussia-Park Mönchengladbach und wird wohl auch dort nicht kürzer als die gewohnten dreieinhalb Stunden rocken. Hard- und Schmuserocker Bon Jovi kommt am 21.6. ins Kölner Rhein-Energie-Stadion. Ebenfalls in Köln (Lanxess-Arena) treten die Killers (7.3.), Alicia Keys (5.6.) und Gitarren-Ikone Eric „Slowhand“ Clapton (15.6.) auf. Geheimtipp: Mit Jake Bugg (Luxor) stellt sich in der Domstadt am 7.3. ein 18-jähriger Songwriter vor, der nach Expertenmeinung das nächste „heiße Ding“ werden könnte. Selbstverständlich muss auch noch der 10.7. erwähnt werden: An diesem Tag singt Robbie Williams in der Veltins-Arena Gelsenkirchen – ein Muss vor allem für weibliche Pop-Fans. Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufstellen.

Auf Clubebene im Zakk liefern Tocotronic und Calexico Höhepunkte: Tocotronic (7.3.) traten in den 90ern die heute noch hochschlagende Musikwelle der neuen, deutschsprachigen Bands los und sind längst Kult. Calexico wiederum sind die einzige Band, die es schafft, eine krude Mischung aus mexikanischem Mariachi, Americana-Klängen und Pop massentauglich rüberzubringen (26.2.).

Drei Schwergewichte der Pophistorie auf Tour

Auf höchster Ebene laden schließlich die großen Drei ein: Depeche Mode, Roger Waters, Peter Gabriel – zusammengerechnet schreiben sie seit exakt 120 Jahren Pophistorie. Die Electro-Pioniere Depeche Mode gastieren am 3. sowie am 5.7. in der Arena.

Roger Waters präsentiert dort am 6.9. das von ihm ausgetüftelte Pink-Floyd-Jahrhundertwerk „The Wall“ – und zwar in einer an Größenwahn grenzenden Show aus Konzert und Theater. Peter Gabriel will am 16.10. im Dome den 25. Geburtstag seines Erfolgsalbums „So“ feiern – mit jener Band aus Starmusikern, die ihm 1989 schon beim Einspielen halfen: David Rhodes (Gitarre), Tony Levin (Bass), David Sancious (Keyboard) und Manu Katché (Schlagzeug).

Übrigens: Wem das alles dann doch zu groß, zu wüst, zu jugendlich, zu fremd oder zu anspruchsvoll ist, der kann am 28.2. in die Halle an der Siegburger Straße gehen – wenn dort im Namen der „Ultimativen Chartshow“ unverwüstliche Funk-Haudegen wie Earth, Wind & Fire, Kool & The Gang und Sister Sledge ihre „größten Hits“ präsentieren.

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