Richtfest ist am 21. September, aber die geplante Ausstellung von Fassadenteilen wird es vorab nicht geben.

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Die zum Schadowplatz gelegene Seite der beiden Häuser im Bau – und in der Simulation mit dem gut zu erkennenden Durchgang zum Hofgarten.

Die zum Schadowplatz gelegene Seite der beiden Häuser im Bau – und in der Simulation mit dem gut zu erkennenden Durchgang zum Hofgarten.

Die zum Schadowplatz gelegene Seite der beiden Häuser im Bau – und in der Simulation mit dem gut zu erkennenden Durchgang zum Hofgarten.

Die zum Schadowplatz gelegene Seite der beiden Häuser im Bau – und in der Simulation mit dem gut zu erkennenden Durchgang zum Hofgarten.

Die zum Schadowplatz gelegene Seite der beiden Häuser im Bau – und in der Simulation mit dem gut zu erkennenden Durchgang zum Hofgarten.

Schaller, Bernd (bes), Bild 1 von 4

Die zum Schadowplatz gelegene Seite der beiden Häuser im Bau – und in der Simulation mit dem gut zu erkennenden Durchgang zum Hofgarten.

Düsseldorf. In den vergangenen drei Jahren haben die Düsseldorfer viele Simulationen gezeigt bekommen. Bunte Bilder illustrieren eine schöne neue Welt, von der man nie weiß, ob sie tatsächlich einmal so aussehen wird.

Wer sich jetzt die Baustelle der Libeskind-Häuser anschaut, sieht vor allem drei Dinge: Die teils deutlich geschwungenen Umrisse der Gebäude sind nun ebenso klar erkennbar wie die Einschnitte (Cuts) in der Fassade, welche einmal Bäume und Sträucher aufnehmen sollen – von 17 000 Quadratmeter Fassadenfläche sind dies rund zehn Prozent. Zudem ist an der Gebäudekante, die Richtung Schauspielhaus liegt, bereits das oberste Geschoss für die Betonierung eingeschalt, so dass die geplante Höhe von 26 Metern nunmehr deutlich zutage tritt.

Stefan Mühling, der Chef des Investors Developer, haucht beim Rundgang dem vielen Beton Leben und Emotion ein. „Wir sind alle völlig begeistert, jetzt wahr werden zu sehen, was Libeskind geplant hat“, sagt der Kaufmann. Von der Gastronomie in der 1. Etage des Hauses Kö hat man einen tollen Blick auf den Hofgarten-Weiher Landskrone. „Was für ein Ausblick auf die geschwungene Fassade und die Landskrone“, schwärmt der Entwickler, „das ist der Ort, wo in Düsseldorf künftig die Hochzeitsanträge gemacht werden.“

180 Meter Fußmarsch von einem Ende zum anderen

Wow. Zunächst dürften die Düsseldorfer jedoch die Dimensionen der beiden Gebäude beeindrucken. Fast fünf Meter sind die Decken im Erdgeschoss hoch – und mit 80 Meter Tiefe kann man im Haus Hofgarten sehr weit laufen. Hier wird das Modehaus Bräuninger seine Geschäfte machen. Läuft man über die Brücke zwischen den Häusern von der einen zur anderen Seite des Kö-Bogens, sind satte 180 Meter zu absolvieren.

Zum Richtfest am 21. September dürften bereits die ersten Fassadenteile angebracht sein. Eine Ausstellung solcher Bauteile vorab hat sich zerschlagen. „Das sind enorme Lasten, das hätte beispielsweise der Gustaf-Gründgens-Platz, unter dem die Tiefgarage des Schauspielhauses liegt, nicht ausgehalten.“ Eine andere Fläche habe sich in Baustellennähe nicht ergeben, auch der einmal diskutierte Mittelstreifen auf der Heinrich-Heine-Allee schied aus, „schließlich wären 100 Quadratmeter nötig gewesen“.

Imposant: Durchgang zur Landskrone ist bis zu 20 Meter breit

Im ersten Abschnitt des Kö-Bogens werden auf dem Jan-Wellem-Platz die beiden Libes–kind-Häuser errichtet. Darunter entstehen Autotunnel, damit die Kö in den Hofgarten verlängert werden kann.

Die Häuser haben einen Erd- und fünf Obergeschosse. Auf den unteren Ebenen gibt es Einzelhandel (19 000 Quadratmeter plus Nebenflächen sowie Gastronomie (1000 qm) und Büros auf 14 000 qm. Hauptnutzer sind bislang Bräuninger (Mode) und Apple sowie bei den Büroflächen die Unternehmensberater von Boston Consulting.

Es gibt drei Tiefgaragenebenen. Zwei sind mit etwas mehr als 400 Stellplätzen für die Öffentlichkeit gedacht, eine weitere darunter ist für die Büronutzer reserviert (200 Stellplätze).

Los gehen soll der Geschäftsbetrieb im Herbst 2013.

Spektakulär sieht schon jetzt der zehn bis 20 Meter breite Durchgang zwischen beiden Gebäuden aus – er führt vom Schadowplatz zur Landskrone. Zum Wasser hin liegen beidseits Außenterrassen gastronomischer Betriebe. In 16 Meter Höhe spannt sich die dreistöckige Brücke zwischen den Häusern – die oberste Ebene ist Dachterrasse der Büromieter. An der Brücke ließe sich leicht eine Großleinwand befestigen zum Fußballgucken, was für den gebeutelten Schadowplatz sicher eine rosige Aussicht bedeutet.

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