IG Kö will Awista beauftragen, öfter die Bänke zu reinigen.

Die Halsbandsittiche machen im Winter lautstark auf sich aufmerksam. Bei Touristen gelten sie längst als Attraktion.
Tummeln sich seit Jahren auf den Bäumen der Kö: Die grünen Halsbandsittiche.

Tummeln sich seit Jahren auf den Bäumen der Kö: Die grünen Halsbandsittiche.

David Young (1)/ Melanie Zanin (3)

Tummeln sich seit Jahren auf den Bäumen der Kö: Die grünen Halsbandsittiche.

Düsseldorf. Die Sittich-Kolonie, die sich in den Baumkronen der Kö angesiedelt hat, sorgt in der Dämmerung für viel Lärm – und ansonsten für viel Dreck. Wie die WZ berichtete, sind vor allem die Sitzbänke ständig verunreinigt. Die IG Kö will dem Problem nun grundsätzlich zu Leibe rücken. Erstmal planen die Kö-Anlieger, die Reinigungsintervalle zu erhöhen. Bislang werden die Bänke am Kö-Graben im Winter ein Mal im Monat und im Sommer (April bis September) zwei Mal im Monat von der Awista gereinigt. Auftraggeber ist die Stadt.

Die Kö-Anlieger planen nun, dass die Bänke auf ihre Kosten im Sommer wöchentlich gereinigt werden. „Sonst sind die so verschmutzt, dass sich dort niemand setzen mag“, begründet Geschäftsführer Hans Meijers. Ein Angebot der Awista liege vor, die Mehrkosten lägen bei 3000 Euro je Saison. Am 9. März entscheide der Vorstand.

Meijers stellt aber auch die Frage, ob eine Vertreibung der Kö-Sittiche sinnvoll wäre. Sogar den Einsatz eines Falken bringt er ins Gespräch. Hoffnung: Die Sittiche könnten in den Hofgarten umsiedeln.

In Köln wird derweil eine ähnliche Diskussion geführt. Dort gibt es in der Südstadt vergleichbare Probleme. In der Diskussion ist eine Vertreibung durch Lärm oder durch Netze, die um die Baumkronen gespannt werden. Auch eine Verringerung der Population durch Ei-Attrappen ist im Gespräch. Meijers: „Selbst wenn wir am Ende entscheiden, dass die Sittiche nicht vertrieben werden sollen, sollten wir mal darüber reden.“ RS

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