Rund 1100 Besucher feierten bei Live-Musik ausgelassen in zwölf Kneipen. Viele Lokale waren schnell überfüllt.

eller
Die Band JAF heizt den Freundinnen Heike Sodekamp, Manuela Wolters-Kuckert und Evi Vogt in der Fuchsjagd in Eller ein.

Die Band JAF heizt den Freundinnen Heike Sodekamp, Manuela Wolters-Kuckert und Evi Vogt in der Fuchsjagd in Eller ein.

Melanie Zanin

Die Band JAF heizt den Freundinnen Heike Sodekamp, Manuela Wolters-Kuckert und Evi Vogt in der Fuchsjagd in Eller ein.

Düsseldorf. Ungläubig und voller Freude blicken sich Bärbel Magar und Patricia Knopp auf der Gumbertstraße um: Volle Kneipen, Menschen, die bestens gelaunt über die Straßen ziehen und Töne, die auf diverse Live-Bands schließen lassen - so kennen die Elleranerinnen ihren Stadtteil sonst nur an Karneval.

Jetzt können sie auch außerhalb der närrischen Zeit eine Kneipe wegen Überfüllung nicht besuchen. Magar: „Ich hätte nie gedacht, dass so eine aufgeschlossene und angenehme Stimmung hier in Eller möglich ist.“ Als eine von über 1100 Besuchern der ersten Kneipentour in Eller ließ sie sich auf einen Stadtteilrundgang der besonderen Art ein – zwölf Live-Bands in zwölf Lokalen verwandelten die Innenstadt an einem verregneten Samstagabend zu einer musikalischen Feiermeile.

Volle Kneipen und laute Musik schaffen eine tolle Atmosphäre

Zu einem Preis von acht Euro erhielten auch kurzentschlossene Besucher noch am selben Abend in den Lokalen vor Ort ein Tourbändchen, mit denen der Eintritt zu allen Konzerten jederzeit möglich war. Ein Konzept, das gut ankam: „Die Idee ist klasse – wir können die eine Kneipe verlassen, eine andere aufsuchen und später wiederkommen, wenn es uns gefällt“, sagt Wolfgang Hammerschlag, der gemeinsam mit Frau Angela und Freunden im Restaurant Sarajevo der Band Wallflowers lauschte.

Den Besuch aller zwölf Kneipen habe er sich allerdings nicht vorgenommen. Anders Katharina Humboldt: Als gebürtige Hildenerin kennt sie die Idee aus ihrer Heimatstadt, ist überrascht von der großen Resonanz auch in Eller. Dass es gleich beim ersten Mal „brechend voll“ werde und trotz frühem Erscheinen viele Lokale überfüllt seien, störe sie nicht.

Anfragen für die nächste Tour gibt es jetzt schon

In der Gaststätte Fuchsjagd ließen Heike Sodekamp und ihre Freunde den Abend mit der Band Jens And Friends (JAF) und beliebten Coversongs beginnen: „Das Kulturangebot in Eller hält sich in Grenzen, aber diese Idee ist einfach super – gute Stimmung, gute Musik, nette Leute, was will man mehr?“

Von 2000 Bändchen wurden 1100 verkauft. Der Erlös (je 8 Euro) dient der Refinanzierung der Bands.

Organisatoren sind: Werbegemeinschaft IndividuEller und Michael Pape, Initiator des Hildener Pendants.

Auch aus Sicht der organisierenden Werbegemeinschaft IndividuEller wurden alle Erwartungen erfüllt, positive Resonanzen seitens der Gastronomen, Bands und Besucher häuften sich bereits am Abend, so Rolf Hansen, Mitglied der Interessenvertretung: „Anfragen für nächstes Jahr und Schulterklopfer motivieren uns und zeigen, dass wir mit dieser Art von Kulturprogramm den richtigen Riecher hatten.“ Für die nächste Tour plane man eine Abgrenzung des Programms vom herkömmlichen Gastronomiebetrieb, ansonsten habe sich das Konzept bewährt. „Eller lebt, das haben selbst die kritischen Stimmen gemerkt.“

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