Düsseldorf hat lange daran gearbeitet, den Star in die Stadt zu holen. Dank Dach soll’s eine besondere Show geben.

OB Dirk Elbers posiert mit Wladimir Klitschko (l.) und Eddie Chambers für die Kameras.
OB Dirk Elbers posiert mit Wladimir Klitschko (l.) und Eddie Chambers für die Kameras.

OB Dirk Elbers posiert mit Wladimir Klitschko (l.) und Eddie Chambers für die Kameras.

Stefan Arend

OB Dirk Elbers posiert mit Wladimir Klitschko (l.) und Eddie Chambers für die Kameras.

Düsseldorf. Wenn Wladimir Klitschko in den Ring steigt, geht es nicht nur um Sport. Der Kampf um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht am 20. März ist auch eine gigantische Show- für die Fans in der Arena und Millionen von Zuschauern rund um die Welt.

Mehr als 100 Länder werden die Live-Übertragung aus Düsseldorf sehen, darunter auch Amerika und China. Dementsprechend groß war am Donnerstag der Medienauflauf, als Klitschko und sein Gegner Eddie Chambers in der Arena ihre gemeinsame Pressekonferenz gaben.

Oberbürgermeister Dirk Elbers, der 1999 den ersten Klitschko-Kampf in der Philipshalle miterlebte, saß auf dem Podium und konnte auch von der Größe her mit dem Champion mithalten. Er weiß sehr wohl, dass dieses Ereignis beste Werbung für Düsseldorf ist: "Nicht nur für die Stadt, sondern vor allem für das Produkt Esprit-Arena. Außerdem habe wir eine lange Tradition als Box-Stadt. Henry Maske ist hier Weltmeister geworden und auch Sven Ottke und Graciano Roccigiani haben hier gekämpft."

Die Vorzüge der Halle sollen vor allem bei der Show zur Geltung kommen. "Durch das geschlossene Dach haben wir viele Möglichkeiten. Da werden wir uns etwas einfallen lassen", erklärte Wladimir Klitschko der WZ. Er freut sich auf Düsseldorf, denn er hat viele Freunde und Bekannte hier: "Ich gehe auch gern auf der Kö einkaufen."

Beinahe hätte es schon 2005 mit einem Klitschko-Kampf geklappt

Seit langem bemüht sich die Stadt um einen Klitschko-Kampf. Beinah hätte es schon 2005 geklappt. "Wladimir war sogar in meinem Büro", erinnert sich Christina Begale, die Chefin der städtischen Sportagentur, "damals musste Joachim Erwin überraschend ins Krankenhaus zu seiner zweiten Operation." Klitschko schenkte ihm Box-Handschuhe mit seinem Autogramm. Aus dem Kampf wurde leider erst mal nichts.

Auch wenn der Abend eine prima Stadtwerbung ist, wird er kein Zuschuss-Geschäft. Im Gegenteil. "Wir verdienen daran, das ist wie bei einem Konzert", macht Arena-Sprecher Rainer Schüler deutlich, "wir haben nur einmal bei dem Grönemeyer-Konzert eine Ausnahme gemacht."

Dabei ist der Werbeeffekt ungleich größer, als wenn Madonna oder Bruce Springsteen in Düsseldorf zu Gast sind. Denn dann ist Düsseldorf eine von vielen Städten im Tour-Plan. Am 20.März ist die Arena wirklich der Nabel der Box-Welt. Nicht zuletzt, weil auch ein riesiges Promi-Aufgebot in der Halle sein wird. "Wer kommt, weiß ich noch nicht. Wir sind noch in der Planung", erklärte Klitschko.

Ob seine Lebensgefährtin, die Schauspielerin Hayden Pannettiere ihn begleiten wird? Klitschko antwortete charmant: "Ich freue mich, dass sich so viele Frauen für den Box-Sport interessieren. Meine Lieblings-Schauspielerin wird sicher auch da sein."

Arena-Chef Jörg Mitze wird sicherstellen, dass die Fortuna nicht unter dem Großereignis leiden muss. Unmittelbar nach dem Kampf wird der Rasen neu verlegt, damit die Partie gegen Kaiserslautern zwei Tage später ohne Probleme stattfinden kann.

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