Student war nachts auf den Rheinwiesen mehrere Stunden lang bedroht und misshandelt worden. Er bekommt Schmerzensgeld.

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Volker Hartmann

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Düsseldorf. Für einen 22 Jahre alten Studenten waren es die schrecklichsten Stunden seines Lebens. Er war nach der Rheinkirmes im Juli vergangenen Jahres von drei Tätern auf den Oberkasseler Rheinwiesen überfallen, zusammengeschlagen und mit einem Messer verletzt worden. Zwei der Täter wurden vom Landgericht jetzt zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Ein Komplize hat sich offenbar ins Ausland abgesetzt.

Das Trio hatte den jungen Mann mit einem Messer bedroht und die Pin-Nummer seiner EC-Karte erpresst. Als der 22–Jährige vor Aufregung eine falsche Zahl nannte, wurde es lebensgefährlich. „Sie haben sich unterhalten, ob sie mich umbringen sollten, schilderte das Opfer im Prozess. Als der Student um sein Leben flehte, wechselten die Verbrecher in eine andere Sprache. Im zweiten Versuch waren sie dann erfolgreich – und erbeuteten an einem Geldautomaten 330 Euro.

Das Opfer wird immer noch psychologisch betreut

Gefesselt und fast nackt wurde der 22-Jährige dann zurückgelassen. Er wird bis heute in der psychologischen Notambulanz behandelt.

Die beiden Angeklagten waren Zimmernachbarn in einer Meerbuscher Flüchtlingsunterkunft, wo sie auch verhaftet wurden. Der 24 Jahre alte Haupttäter, der auch das Messer dabei hatte, wurde zu acht Jahren Haft verurteilt. Sein Komplize, dessen genaues Alter unklar ist, muss für fünf Jahre ins Gefängnis. Außerdem müssen sie jetzt 5000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer zahlen.

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