Der Abenteuerspielplatz Oberkassel feierte sein Sommerfest unter neuer Vereinsleitung.

Niederkassel
Der Abenteuerspielplatz Oberkassel feierte sein Sommerfest. Zu den Organisatoren gehörten Dagmar Behmer-Speier (v.l.), Christina Jacob, Dominik van den Berg und Lothar Wiehagen.

Der Abenteuerspielplatz Oberkassel feierte sein Sommerfest. Zu den Organisatoren gehörten Dagmar Behmer-Speier (v.l.), Christina Jacob, Dominik van den Berg und Lothar Wiehagen.

Melanie Zanin

Der Abenteuerspielplatz Oberkassel feierte sein Sommerfest. Zu den Organisatoren gehörten Dagmar Behmer-Speier (v.l.), Christina Jacob, Dominik van den Berg und Lothar Wiehagen.

Düsseldorf. Der Abenteuerspielplatz Oberkassel neben dem japanischen Tempel feierte sein Sommerfest unter großer Beteiligung vieler Familien aus Ober- und Niederkassel. Das Gelände ist mit 10 000 Quadratmetern Freifläche ein Paradies für Kinder. Bei Wind und Wetter halten sich dort täglich rund 65 Kinder auf. Mütter feiern Kindergeburtstag.

Das Comenius-Gymnasium und der Montessori-Zwei der Pestalozzi-Grundschule machen dort pädagogische Programme. Auch andere Schulen sind gerngesehene Gäste. Trotz der Regenschauer gab es auch am Sonntag ausschließlich glückliche Gesichter.

„Es macht einfach Spaß, mit Kindern umzugehen“.

Dagmar Behmer-Speier, Vereinsvorsitzende

Viele Eltern haben hier als Kinder ihre Jugend verbracht. Eine von ihnen ist Daniela O’Connell: „Ich bin hier groß geworden. Ich habe zu Hause immer ganz schnell die Schulaufgaben gemacht, dann alte Zeitungen fürs Lagerfeuer gesammelt und ab zum Abenteuerspielplatz“, sagt sie. Heute hat sie selbst drei Kinder und wurde soeben zur zweiten Vorsitzenden des Trägervereins gewählt. „Der Abenteuerspielplatz ist ein schöner Gegenpol zu Oberkassel. Ich bin glücklich, dass es ihn gibt“, sagt sie.

Es ist ein eingeschworenes Team, das diesen Platz am Leben hält. An keinem anderen Abenteuerspielplatz prägen die Ehrenamtlichen so sehr das Geschehen wie hier. Dagmar Behmer-Speier wurde soeben als erste Vorsitzende in ihrem Ehrenamt bestätigt. Sie hätte es eigentlich gar nicht nötig, auf diesem Gelände den Bastelstand zu betreuen, denn ihr erstes Kind hat inzwischen Abitur gemacht.

Behmer-Speier wohnt mit ihrer Familie in Gerresheim und kurvt freiwillig nach Niederkassel, um selbst einer gestandenen Pädagogin wie Bernadette Calasse beizubringen, wie man Blumentöpfe mit der obersten Druckschicht von Papierservietten verziert. „Es macht einfach Spaß, mit Kindern umzugehen“, sagt sie.

„Der Abenteuerspielplatz ist ein schöner Gegensatz zu Oberkassel.“

Daniela O’Connell, 2. Vorsitzende

Der Abenteuerspielplatz liegt am Niederkasseler Kirchweg, Eingang Brüggener Weg.

Benedikt Scherer, Nicole Schauff und Dominik van den Berg teilen sich zwei hauptamtliche Stellen, die von der Stadt bezahlt werden. Auch drei Honorarkräfte erhalten ihren Stundenlohn von der Stadt. Darüber hinaus gibt es drei Schülerpraktikanten und eine Bundesfreiwillige.

Es gibt zwei Ponys, vier Ziegen, darunter einen Neuzugang vom Abenteuerspielplatz Eller, vier Schafe und jede Menge Meerschweinchen und Kaninchen, aber keine Schweine und keine Hühner mehr.

Montag bis Freitag 14.30 bis 19 Uhr

Mit von der Partie ist Lothar Wiehagen, der inzwischen pensionierte Leiter vom Abenteuerspielplatz. Nun ist er der Geschäftsführer des Vereins, kommt regelmäßig aus Krefeld angereist und liebt die Atmosphäre mit dem „tollen Team“. Der Meinung ist auch Peter Leyendecker, auch er ein altgedienter Mitarbeiter, der nun die rund 60 Stände auf dem Trödelmarkt betreut.

Der Verein hat 160 Mitglieder. Eine stolze Zahl. Wiehagen erzählt, wie man immer wieder neue Mitglieder gewinnt, wenn die alten mit ihren heranwachsenden Kindern den Abenteuerspielplatz verlassen: „Vieles geschieht über Mundpropaganda. Wir sprechen vor allem die Neuen an, wenn sie hell begeistert von unseren Angeboten sind und eine gewisse Sympathie für den Platz zeigen“, sagt er. Bei einem Mitgliedsbeitrag von 20 Euro liege es nicht am Geld, ob jemand mitmacht oder nicht.

Früher gab es auch japanische Mitglieder. Noch heute sind 15 Prozent der Kinder japanischer Nationalität. Aber die Mütter halten sich nach Auskunft von Wiehagen in Grüppchen im Hintergrund. Sie würden im Gegensatz zu früheren Generationen überhaupt kein Deutsch sprechen, und sie würden auch keine Verantwortung übernehmen wollen.

© WhatsBroadcast

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