Die Jugendeinrichtung bietet jetzt deutlich mehr Angebote auf größerem Raum.

Heerdt
Melina, Emilia, Nikolas , Louisa und Mutter Katharina Gehrmann (v.l.) malten Bilder für den Zaun des Heerdter Jugendzentrums.

Melina, Emilia, Nikolas , Louisa und Mutter Katharina Gehrmann (v.l.) malten Bilder für den Zaun des Heerdter Jugendzentrums.

Melanie Zanin

Melina, Emilia, Nikolas , Louisa und Mutter Katharina Gehrmann (v.l.) malten Bilder für den Zaun des Heerdter Jugendzentrums.

Melina hat lange auf diesen Tag gewartet, aufgeregt läuft sie durch die neuen Räume des „West End“, der Jugendfreizeiteinrichtung in Heerdt. Die Neunjährige verbringt dort fast jeden Nachmittag – nicht weil sie eine Betreuung braucht, sondern weil es ihr so gut gefällt. „Ich freue mich total, dass wir jetzt so viel mehr machen können, weil wir so viel mehr Platz, Möbel und Geräte haben.“ Am Wochenende nahmen Kinder, Familien und Teenies ihre Räume bei einem Fest in Besitz. Rund 50 Kinder und Jugendliche sind täglich in der Einrichtung, manche kommen jeden Tag, andere einmal in der Woche, einige in Form einer Nachmittagsbetreuung, andere einfach, weil sie gerne hier sind, spielen, Freunde treffen. Für sie gibt es Angebote wie Malen, Musik oder Turnen – nun in erweiterter Form, mit umfangreicher Ausstattung. Gerade die älteren nutzen aber vor allem die Möglichkeit, sich zu treffen und einfach nur zu quatschen.

Mehr Platz und neuer Sportraum kommen bei den Kindern gut an

Melina gehört zu den Kindern, die gerne viel ausprobieren. Sie bewegt sich gerne, vor allem draußen, spielt Fußball oder fährt mit Inline-Skates. Daher findet sie auch den neuen Bewegungsraum besonders cool – um selbst bei schlechtem Wetter turnen zu können. „Wir haben lauter schöne neue Sachen bekommen, mit denen man alles Mögliche ausprobieren kann“, sagt sie. Mit ihrer Schwester Emilia zusammen nimmt sie bei dem Fest an vielen Aktionen teil. Die beiden malen im neuen Kunst- und Werkraum ein Bild auf eine Holzplatte, Schwester Louisa darf mithelfen. Danach springen sie auf, um den nächsten Raum genauer unter die Lupe zu nehmen, das nächste Angebot auszuprobieren. Mutter Katharina Gehrmann ist froh, dass ihre Kinder hier so gut aufgehoben sind: „Wir wohnen gleich ums Eck und ich weiß immer, wo sie sind und was sie machen.“ Auch Megie (9) hat es nicht weit. Sie kommt täglich direkt von der Schule nebenan zur Nachmittagsbetreuung. Auch sie freut sich, dass jetzt mehr Angebote möglich sind. „Ich bin gespannt auf den Musikraum, den schaue ich mir gleich an“, sagt sie. „Aber am besten finde ich, dass hier alles so schön aussieht.“

Dzesin hat es sich mit seinen Freunden zunächst im Kuschelraum gemütlich gemacht, testet das neue Sofa, das vor einem großen Bildschirm steht. Später probiert der Neunjährige alles aus, was draußen im Hof möglich ist: Rodeo-Reiten, Hindernislauf und ein Ballspiel, bei dem die Kinder in riesigen Plastikkugeln stecken. „Die Pädagogen denken sich immer so viel aus, ganz egal wo. Das ist echt toll“, sagt er. „Wir hatten schon einen Parcours oder verschiedene Ballspiele.“ Seine Schwester sieht das auch so. „Das neue Haus ist zwar toll, aber viel wichtiger sind die Leute“, sagt die zwölfjährige Dzenisa. Hier treffe ich meine Freunde. Und die Betreuer organisieren immer tolle Aktionen: Ausflüge, Pizzabacken, Grillen.“ Seit sechs Jahren komme sie schon hierher, alle seien freundlich, sie fühle sich wohl: „ Egal, ob im alten Gebäude oder jetzt im neuen, das hier ist mein zweites Zuhause.“

© WhatsBroadcast

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