Roland Hahn vom Amt für Verkehrsmanagement muss seine Pläne zurückziehen.

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So idyllisch (und schleusenlos) soll es auch in Zukunft auf dem Deichweg aussehen.

So idyllisch (und schleusenlos) soll es auch in Zukunft auf dem Deichweg aussehen.

Bernd Schaller

So idyllisch (und schleusenlos) soll es auch in Zukunft auf dem Deichweg aussehen.

Düsseldorf. Keinen Schnellschuss der Verwaltung wird es bei der geplanten "Verkehrsberuhigung" auf dem Weg am Rhein von Kaiserswerth bis zur Messe geben. In der Sitzung der Bezirksvertretung 5 (Kaiserswerth, Lohausen, Stockum, Wittlaer, Angermund und Kalkum) musste Roland Hahn vom Amt für Verkehrsmanagement am Dienstag einen Rückzieher machen.

Die geplanten Fahrradschleusen und die Umwidmung des Weges in einen Gehweg, auf dem Radfahrer nur noch geduldet werden, findet ohne die Zustimmung der Vorstadtpolitiker nicht statt.

Das Thema schien dem frisch gewählten Bezirksvorsteher Ulrich Decker so brisant, dass er es in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung verlegte. Walther Müller-Jentsch, der Sprecher der Bürgerinitiative, hatte kein Verständnis dafür, dass er den Sitzungssaal verlassen musste: "Das ist doch absurd.

Das ist doch ein Thema, was die Öffentlichkeit interessiert." Verärgert waren die Bezirksvertreter, weil das Amt für Verkehrsmanagement die Maßnahmen abgekündigt hatte, ohne die Politiker zu fragen.

Bezirksvertreter: "Wir können die Gesellschaft nicht verändern"

Denn bei dem Weg am Rhein handelt es sich um einen sensiblen Bereich. Nicht nur für Spaziergänger, Radfahrer und Skater. Auch die Landwirte müssen dort entlang fahren, wenn sie zu ihren Feldern wollen. Und die hatten protestiert, weil es auf den Wirtschaftswegen schon genug Barrieren gibt.

Die Diskussion ging quer durch die Fraktionen. Rücksichtsloses Verhalten könne nicht durch weitere Hindernisse beseitigt werden. "Wir können die Gesellschaft nicht verändern", argumentierte einer der Bezirksvertreter. Am Ende war man sich einig: Zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung soll Roland Hahn ein neues Konzept präsentieren. Der ist nach wie vor von seiner Idee überzeugt.

Er will an der Kaiserswerther Promenade zwei Schleusen errichten, damit die Radfahrer langsamer fahren. Sie sollen aber so gebaut werden, dass die Landwirte nicht behindert werden.

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