Düsseldorf. Eine illustre Zeugenschar wurde am Mittwoch vor dem Amtsgericht erwartet. Die sollte einem 25-jährigen Münchener dabei helfen, sich wieder an die Nacht vom 12. auf den 13. April 2008 erinnern zu können. In der Zeit soll der Bayer nämlich 9.505 Euro in einem Bordell ausgegeben haben. Inzwischen hat der 25-Jährige aber offenbar ganz von selbst die Erinnerung wiedergefunden. Der Prozess wurde abgesagt.

Angeklagter wurde angeblich mit Drogen willenlos gemacht

Bei der Düsseldorfer Kripo hatte der Mann behauptet, er sei nachmittags plötzlich in einem Hotelzimmer aufgewacht. Er erstattete Strafanzeige, weil man ihn angeblich mit Drogen willenlos gemacht und dann ins Bordell gebracht habe. Unbekannte hätten das Geld dann mit seiner Kreditkarte abgehoben.

Bei den Ermittlungen kamen den Fahndern erhebliche Zweifel an der Geschichte. Darum wurde gegen den Münchener ein Verfahren wegen Vortäuschung einer Straftat eingeleitet. Es wurde ein Strafbefehl über 2.500 Euro erlassen, gegen den der Angeklagte zunächst Einspruch eingelegt hatte. Den hat er aber inzwischen wieder zurückgezogen.

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