Die Wegweiser in der Wehrhahn-Linie sind unvollständig: In allen Stationen fehlen Hinweise auf die Umstiegsmöglichkeiten.

Beispiel U-Bahnhof Schadowstraße: Wo geht’s denn hier zur Straßenbahn-Linie 701? Zu dieser Frage gibt es auf den Schildern in der Wehrhahn-Linie keinerlei Informationen.
Beispiel U-Bahnhof Schadowstraße: Wo geht’s denn hier zur Straßenbahn-Linie 701? Zu dieser Frage gibt es auf den Schildern in der Wehrhahn-Linie keinerlei Informationen.

Beispiel U-Bahnhof Schadowstraße: Wo geht’s denn hier zur Straßenbahn-Linie 701? Zu dieser Frage gibt es auf den Schildern in der Wehrhahn-Linie keinerlei Informationen.

Sergej Lepke

Beispiel U-Bahnhof Schadowstraße: Wo geht’s denn hier zur Straßenbahn-Linie 701? Zu dieser Frage gibt es auf den Schildern in der Wehrhahn-Linie keinerlei Informationen.

Düsseldorf. Wer im neuen U-Bahnhof Graf-Adolf-Platz ankommt und von dort in eine andere Linie umsteigen will, hat verschiedene Möglichkeiten: Man könnte in die Straßenbahnlinien 706, 708 oder 709 wechseln – wahlweise in Richtung Hauptbahnhof oder in Richtung Unterbilk. Oder in die Buslinie 726 zum Medienhafen. Oder in die Schnellbuslinie SB85 nach Neuss. Doch welchen Ausgang er für welchen Anschluss nehmen muss, darüber findet der Fahrgast keine Informationen. Denn solche Angaben fehlen in der gesamten Beschilderung der Wehrhahn-Linie.

Stammkunden der Rheinbahn, die sich hinreichend auskennen, mag das noch gar nicht aufgefallen sein. Auswärtige und Selten-Fahrer hingegen stoßen in allen sechs U-Bahnhöfen immer wieder auf Probleme. Beispiel Schadowstraße: In welche Richtung des Bahnsteigs muss man laufen, wenn man die Straßenbahnlinie 701 sucht? Auch darüber gibt’s keinerlei Infos.

Jost Schmiedel vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat das schon voriges Jahr bemängelt: „Nirgendwo steht, welchen Ausgang man nehmen muss, um eine bestimmte Anschlusslinie zu erreichen.“ Passiert ist seitdem nichts.

Dass die Situation unbefriedigend ist, weiß auch Rheinbahn-Chef Michael Clausecker. Auf WZ-Anfrage verweist er auf die Stadtverwaltung: „Das ist eine Verantwortung, die hat das Amt für Verkehrsmanagement übernommen, und da wären wir dankbar, wenn das zu Ende gebracht wird.“

Das Thema kommt nächste Woche in den Verkehrsausschuss

Etwas deutlicher werden die Grünen im Rathaus: In der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses am kommenden Mittwoch stellen sie eine Anfrage an die Verwaltung. Darin heißt es: „Auf den Bahnsteigen fehlt ein zeitgemäßes Leitsystem zu den Haltestellen der Anschlusslinien. Besonders im U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee ist die Wegweisung zwischen den Bahnsteigen mangelhaft. Viele Gelegenheits-Fahrgäste können die direkte Verbindung zwischen Hochflur-Stadtbahn und Wehrhahnlinie nicht erkennen und nehmen den Umweg über die Passage. Die Information ist nicht in Blick- und Gehrichtung quer zum Bahnsteig, sondern leicht übersehbar und wenig eindeutig in Längsrichtung angebracht, auf dem Bahnsteig der Wehrhahn-Linie sogar nur als provisorische Aufkleber auf den Säulen.“

Der VCD kritisiert außerdem, dass die vorhandene Beschilderung für Menschen mit Sehbehinderung nur schwer erkennbar ist. Das bestätigt Seniorin Renate Windeid. Im Gespräch mit der WZ sagt sie: „Für mich sind die Beschilderungen sehr schwer zu lesen.“

Kritik kommt auch von einem reisenden Senioren-Ehepaar aus Berlin: „Die Beschilderung ist sehr unübersichtlich. In U-Bahnen anderer Großstädte fällt uns die Orientierung deutlich leichter.“

Ob und wie die Stadtverwaltung Abhilfe schaffen wird, das wird sie nächsten Mittwoch im Verkehrsausschuss mitteilen.

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