Die Termine knubbeln sich besonders an den Wochenenden, einige Vereine reduzieren ihre Veranstaltungen.

Die Termine knubbeln sich besonders an den Wochenenden, einige Vereine reduzieren ihre Veranstaltungen.
Bis zu 25 Auftritte am muss das Prinzenpaar Hanno I. und seine Venetia Sara absolvieren. Archiv

Bis zu 25 Auftritte am muss das Prinzenpaar Hanno I. und seine Venetia Sara absolvieren. Archiv

Sergej Lepke

Bis zu 25 Auftritte am muss das Prinzenpaar Hanno I. und seine Venetia Sara absolvieren. Archiv

Düsseldorf. Am vergangenen Wochenende hat die Karnevalssession so richtig begonnen. In vier Wochen beginnen schon die tollen Tage – und der Spaß ist fast schon wieder vorbei. Die Sitzungstermine knubbeln sich und auch das Prinzenpaar Hanno I. und Venetia Sara ist im Mega-Stress mit etwa 370 Auftritten. Doch was bedeutet die kurze Session für die Jecken? „Ich konnte einige Termine erst gar nicht annehmen, weil die beiden einfach keine Zeit mehr haben“, sagt Prinzenpaarführer Marc Frankenhauser.

„An den Wochenenden sind wir zu bis über beide Ohren. Da haben wir bis zu 25 Auftritte am Tag“, sagt Prinz Hanno I. Die Auftritte sind dann inklusive An- und Abfahrtszeit halbstündlich getaktet. Der Prinz sieht aber auch Vorteile: „Die Konzentration bleibt immer hoch. Wenn du zwischendurch zwei Stunden Pause hast, dann ist es sehr schwer, wieder nach oben zu fahren und auf Betriebstemperatur zu kommen.“

Die Jecken haben bei den Veranstaltungen die Qual der Wahl

Die Sitzungstermine häufen sich besonders an den Wochenenden. Die Jecken haben die Qual der Wahl. Schon am Samstag konkurrieren die Sportlersitzung, die Gala-Sitzung von Blau-Weiss und die der Uzbröder miteinander. „Trotzdem sind die Veranstaltungen sehr gut verkauft“, sagt Heinz Nunnendorf von der Elf vom Dörp, „bei uns gibt es ja auch schon Karten ab 19 Euro. Für den Kurs kann man im Maritim Hotel kaum parken.“

„Es boomt“, sagt auch Kakaju-Präsident Thomas Puppe, „wir haben für unsere sieben Sitzungen schon über 5000 Karten verkauft.“ Allerdings wurde auch eine gestrichen, weil viele Veranstaltungsorte einfach keine freien Termine mehr haben. Zum Beispiel im Henkel-Saal, wo die Bäcker immer gefeiert hatten. Jetzt wird etwas kleiner im Brauhaus Schumacher an der Oststraße gefeiert.

Viele Vereine haben ihr Programm auch reduziert. So gibt es keine Sitzung der Närrischen I-Dötze und die Düsseldorfer Originale haben nur zwei anstatt drei Veranstaltungen im Terminplan.

Schon am 4. Februar startet mit mit Altweiber der Straßenkarneval. Am 8. Februar ist Rosenmontag und zwei Tage später am Aschermittwoch endet die Session.

Die beiden großen Garden der Stadt feiern in diesem Jahr ihr närrisches Jubiläum acht mal elf Jahre und haben sich für ihre Sitzungen ein besonderes Programm einfallen lassen. Die beiden größten Veranstaltungen sind wieder die „Lachende Philipshalle“, bei der am Samstag wieder knapp 5000 Besucher erwartet werden. Und der Närrische Dienstag des AVDK, zu dem 1800 Jecken erwartet werden.

Für die Künstler bedeutet der enge Rahmen nicht nur mehr Stress, sondern auch Einnahmeverluste. „Eine Herausforderung. Wir sind alle berufstätig und daher können wir gar nicht so oft am Tag spielen. Wir mussten schweren Herzens auch einige Termine absagen“, sagt „Fetzer“-Sänger Thomas Meffert.

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