Die topmoderne Erdwärme-Heizung fiel tagelang aus, viele Schüler mussten zu Hause bleiben.

wza_1500x1000_612205.jpeg
Sarah, Vanessa und Sabina froren am Montag im Gebäude.

Sarah, Vanessa und Sabina froren am Montag im Gebäude.

S. Arend

Sarah, Vanessa und Sabina froren am Montag im Gebäude.

Düsseldorf. Hitzefrei ist ein Schülertraum, den jeder aus der eigenen Jugend kennt. Im Lore-Lorentz-Berufskolleg war dagegen in den vergangenen Tagen kältefrei angesagt, Grund: Die hochmoderne Heizungsanlage im Niedrigenergie-Neubau war ausgefallen, bis zu 300 Schüler wurden nach Hause geschickt.

"Am Freitag fühlte es sich im Gebäude so an, als wäre es drinnen so kalt wie draußen", berichtet eine Schülerin der WZ. Schulleiterin Angelika Pick bestätigte: "Es war eisig kalt, an Unterricht war nicht zu denken." Immerhin ist die Schule auf mehrere Gebäude verteilt. Deshalb musste Angelika Pick nicht alle Schüler nach Hause schicken.

Als das Problem am Freitag auftrat, wurde zunächst der Hausmeister eingeschaltet, der wiederum einen Heizungstechniker bestellte. Der war der Meinung, die Sache lasse sich durch eine simple Änderung der Einstellung der mit Erdwärme betriebenen Heizung beheben.

Am Montagmorgen erwies sich das aber als Irrtum, es war noch immer genauso kalt. Bei Angelika Pick stand das Telefon nicht mehr still, Schüler und Eltern riefen an und wollten wissen, ob der Unterricht wieder stattfindet. Parallel arbeitete das Kollegium daran, den Tag so zu planen, das möglichst wenig Unterricht ausfällt, teilweise wurden Stunden auf den Nachmittag und in andere Gebäude verlegt. Wie viele Schüler am Montag frei hatten, konnte Pick am Nachmittag nicht sagen.

Zwei weitere Firmen wurden am Montag alarmiert, die eine stellte eine Diagnose, die andere machte am Nachmittag die Reparatur. Erst am Montagabend konnte Angelika Pick dann Entwarnung geben: "Die Räume werden wieder warm."

Zweifel an der Niedrigenergietechnik will sie aber auf keinen Fall aufkommen lassen. Heizungsprobleme gebe es auch im Altbau. Mit dem neuen Gebäude seien alle sehr zufrieden.

Immerhin: Raumalternativen hätte es ab Dienstag gegeben. Die benachbarte Schlosskirchengemeinde bot am Montag ihren Gemeindesaal an.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer