Leonie Lopp stellte bei der Pitch-Party in der Stadtsparkasse das Unternehmen vor, das sich an Vermieter richtet.
Leonie Lopp stellte bei der Pitch-Party in der Stadtsparkasse das Unternehmen vor, das sich an Vermieter richtet.

Leonie Lopp stellte bei der Pitch-Party in der Stadtsparkasse das Unternehmen vor, das sich an Vermieter richtet.

Judith Michaelis

Leonie Lopp stellte bei der Pitch-Party in der Stadtsparkasse das Unternehmen vor, das sich an Vermieter richtet.

Düsseldorf. Wer ein erstes eigenes Unternehmen gründen möchte, der hat es nicht leicht. Da geht es um Startkapital und darum, Mitstreiter zu finden. Die jungen Menschen, die sich am Donnerstagabend in der Stadtsparkasse zusammengefunden hatten, sind schon einen Schritt weiter. Allesamt haben sie vor weniger als einem Jahr ein Start-up-Unternehmen gegründet, stecken also in den Anfängen mit ihren Ideen. Doch auch wenn das Unternehmen bereits besteht, vielleicht sogar schon erste Kunden hat, sind auch Start-up-Unternehmer noch immer auf Finanzinvestoren angewiesen.

„Irgendwann steht für die meisten dann der Tag X vor der Tür, an dem sie vor einem Investor stehen und den von der Idee ihres Unternehmens überzeugen müssen“, sagt Jan-Philipp Matthewes von den Wirtschaftsjunioren Düsseldorf. Die hatten die neun Jungunternehmer in die Räume der Sparkasse eingeladen. Im Rahmen der dritten Pitch-Party ging es dort darum, eine solche Vorstellung vor einem oder gar mehreren Investoren zu üben. Die neun Unternehmer hatten vier Minuten Zeit, um ihr Unternehmen einer Jury vorzustellen. Die bestand aus drei Experten in Sachen Unternehmensgründung: Daniela Nellinger, Leiterin der Existenzgründung der Stadtsparkasse, Paolo Bavaj vom Unternehmen Henkel und Jay Habib, der im vergangenen Jahr als Sieger der Pitch-Party hervorging.

Es geht bei der Vorstellung auch darum, Kontakte zu knüpfen

Sie beurteilten nach der Vorstellung sowohl Idee als auch Präsentation der Jungunternehmer. Mal mehr und mal weniger konstruktiv. Und dann waren da noch rund 280 Vertreter der Düsseldorfer Wirtschaft. Unternehmer, Investoren und Angestellte großer Firmen. Sie alle richteten ihre Augen auf die jungen Ideen, die sie präsentiert bekamen. Und mit denen sie sich vielleicht im Anschluss an die Pitch-Party noch weiter beschäftigen wollen. „Es geht auch darum, dass die jungen Unternehmer erste Kontakte knüpfen können“, erklärt Matthewes. Die Ideen der Jungunternehmer waren mal innovativ und mal eher durchschnittlich, in einigen wenigen Fällen nach Juryurteil aber auch „hochinteressant“.

Da waren zum Beispiel Leonie und Oliver Lopp mit ihrem Unternehmen „Welcome Wendy“. Sie richten sich an Vermieter, die ihre Wohnung zeitweise vermieten möchten. Zum Beispiel an Messegäste, die ein paar Tage in Düsseldorf verbringen. Ihr Unternehmen nimmt den Vermietern viele Aufgaben ab und kümmert sich beispielsweise um die Reinigung der Appartements und darum, dass diese im Internet gut zu finden sind. Seit sechs Wochen ist die Webseite des Unternehmens online, die Pitch-Party war die erste Veranstaltung, bei der die beiden Gründer ihr Unternehmen vorstellten. „Vor allem ging es uns darum zu sehen, wie andere Start-up-Unternehmer ihre Ideen präsentieren“, sagt Oliver Lopp. Es sei eine ganz neue Erfahrung gewesen, das Unternehmen einem größeren Personenkreis zu präsentieren, da sind sich beide einig. „Es war hilfreich, eine Einschätzung zu bekommen, wie die Jury unser Unternehmen sieht“, sagt Lopp.

Am Ende war es an den 280 Gästen zu entscheiden, welches Unternehmen sie für das innovativste halten. Zum Sieger wurde das Kölner Start-up „evopark“ gewählt. Seine Gründer Daniel Arcularius und Florian Bohle entwickeln eine Parkkarte, mit der Autofahrer schneller und einfacher in Parkhäusern parken und per Gutschriften von Partnern aus dem Handel damit auch noch bares Geld sparen können.

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