Die Deckenbeleuchtung im Kolping-Haus stürzte plötzlich herab. Vier Mitglieder wurden verletzt.

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Vereinsfotograf Heinz Hesemann ist fassungslos. Wenige Augenblicke vor dem Unglück hatte er auf diesem Stuhl noch gesessen.

Vereinsfotograf Heinz Hesemann ist fassungslos. Wenige Augenblicke vor dem Unglück hatte er auf diesem Stuhl noch gesessen.

Vereinsfotograf Heinz Hesemann ist fassungslos. Wenige Augenblicke vor dem Unglück hatte er auf diesem Stuhl noch gesessen.

Düsseldorf. Es sollte ein fröhlicher Abend werden. Im Kolping-Haus wollten die Jonges am Dienstag mit den Prinzenpaaren aus Düsseldorf und Neuss feiern. 100 Heimatfreunde waren schon um 19.20 Uhr im Saal, um sich die besten Plätze zu sichern.

Plötzlich knirschte es an der Decke, Sekunden später stürzte aus fünf Metern die Decken-Beleuchtung zu Boden. Einige Jonges konnten sich noch rechtzeitig unter die Tische retten. Vier Vereinsmitglieder wurden von den Scherben verletzt oder erlitten Prellungen. Durch einen Kurzschluss fiel das Licht aus. Nur noch die Notbeleuchtung funktionierte.

Völlig Fassungslos war Vereinsfotograf Heinz Hesemann. Er hatte wenige Augenblicke vor dem Unglück noch auf einem Stuhl gesessen, der bei dem Aufprall völlig zerstört wurde.

"Zum Glück war der Saal noch nicht voll. Eine Dreiviertelstunde später hätten dort rund 350 Personen gesessen", ist Jonges-Baas Gerd Welchering erleichtert.

Seine Kameraden Siegfried Minut, Freddy Klemm und Oskar Poillon mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden: "Aber alle sind inzwischen wieder zu Hause." Ein vierter Verletzter wollte sich selbst um ärztliche Behandlung kümmern.

Schaden soll bis zum Sonntag bereits repariert sein

Wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar. Auf Betreiben der Jonges war vor 15 Jahren eine Neon-Deckenbeleuchtung im Saal aufgehängt worden. Die wurde auch - so Kurt Fenn, der Chef des Kolping-Hauses - einmal im Jahr überprüft. Der innere Ring der Konstruktion hatte sich nun plötzlich gelöst. "Möglicherweise durch die Vibration der Bass-Boxen", kann sich Fenn vorstellen.

Er schätzt, dass der Schaden bis zum Wochenende repariert ist: "Der äußere Ring der Konstruktion bleibt, der Rest kommt weg." Für die Jonges sind die Tage im Kolping-Haus ohnehin gezählt. Sie ziehen am 12. Mai in den neuen Bürgersaal an der Ratinger Straße um.

Der Prinzenempfang wurde nach dem Unglück abgesagt. Lothar und Ute waren ebenso wie ihre Neusser Kollegen Jörg und Elvira schon auf dem Weg, als sie vom Unglück erfuhren. Die später eintreffenden Jonges wurden wieder nach Hause geschickt.

Wie Gerd Welchering erklärte, war es der erste Jonges-Heimatabend, der in der Nachkriegsgeschichte des Vereins nicht stattgefunden hat. Am nächsten Dienstag sind die Jonges ohnehin nicht im Kolping-Haus: Da wird im Hilton Karneval gefeiert.

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