Das Amtsgericht verlangt neue Vorschläge, die unumstritten sind.

Düsseldorf. Die Düsseldorfer Jonges schaffen es weiterhin nicht, einen allseits respektierten Notvorstand zu bestimmen und diesen dem Amtsgericht vorzuschlagen. Die zuständige Rechtspflegerin hat deswegen alle Beteiligten am Verfahren schriftlich gebeten, neue Vorschläge einzureichen. „Mit einem Notvorstand ist also frühestens zum Ende der nächsten Woche zu rechnen“, sagt ein Gerichtssprecher, „eher wohl Anfang der übernächsten Woche“.

Selbst das jedoch ist zweifelhaft, denn die Jonges versuchen sich im größeren Führungskreis zu einigen, was erst einmal terminlich zu koordinieren ist. Wie die WZ berichtete, hatte sich der alte Jonges-Vorstand hoffnungslos zerstritten. Nach dem Rücktritt von vier Vorständen um den ehemaligen Stadtbildpfleger Rolf Töpfer waren auch der verbliebene Baas Detlef Parr und zwei weitere Vorstände zum „freiwilligen“ Rücktritt bewegt worden.

Nun muss ein Notvorstand gefunden werden, der ordentliche Neuwahlen organisieren soll. Der erste Anlauf beim Amtsgericht scheiterte, weil der erweiterte Vorstand und die Tischbaase jeweils Vertreter ins Rennen schickten. Dann traten auf Initiative von Gregor Keweloh 42 von insgesamt 46 Tischbaasen zusammen – quasi die zweite Führungsebene der Jonges.

Schatten über der Wahl von Dietmar Schönhoff und Wolfgang Rolshoven

Die Tischbaase einigten sich am 5. Juli mit großer Mehrheit auf den ehemaligen Bankdirektor Wolfgang Rolshoven und den Polizisten Dietmar Schönhoff. In der Sitzung ging es aber auch unschön zu: Ehrenbaas Gerd Welchering, der schon Tage zuvor dem Amtsgericht schriftlich mitgeteilt hatte, die beiden Kandidaten hätten sein „vollstes Vertrauen“, soll äußerst ungehalten gewesen sein über die Anwesenheit von Hagen Schulte. Dieser ehemalige Vize-Baas, ein allseits geachteter Mann, wäre auch in den Notvorstand gegangen, verließ dann aber den Saal – so dass am Ende nur noch Rolshoven und Schönhoff übrig blieben.

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