Besucher schätzen den kleinen, familiären Veedelszoch. Von der Kita über Sportvereine bis zur Bürgerstiftung – die Beteiligung ist riesig.

Besucher schätzen den kleinen, familiären Veedelszoch. Von der Kita über Sportvereine bis zur Bürgerstiftung – die Beteiligung ist riesig.
Viele Fußgruppen mit kleinen und großen Jecken gingen in Gerresheim auf die Straße. Beim Veedelszoch ist alles eine Nummer kleiner und gemütlicher als beim großen Umzug am Rosenmontag in der Stadt.

Viele Fußgruppen mit kleinen und großen Jecken gingen in Gerresheim auf die Straße. Beim Veedelszoch ist alles eine Nummer kleiner und gemütlicher als beim großen Umzug am Rosenmontag in der Stadt.

Bunt und ausgefallen - diese Jecken sorgen mit ihrem Gefährt auf jeden Fall für Aufmerksamkeit.

Zum Karneval gehören natürlich auch die passenden Klänge. Dafür war in Gerresheim unter anderem dieser Geselle zuständig.

Sergej Lepke, Bild 1 von 3

Viele Fußgruppen mit kleinen und großen Jecken gingen in Gerresheim auf die Straße. Beim Veedelszoch ist alles eine Nummer kleiner und gemütlicher als beim großen Umzug am Rosenmontag in der Stadt.

Gerresheim. Der Vampir auf dem Mini-Traktor hatte höllischen Spaß. Und auch die Untoten-Crew im Schlepptau war außer Rand und Band. Bereits bei der Aufstellung zum 42. Veedelszoch in Gerresheim mit dem Motto „Erst recht jeck“ herrschte ausgelassene Stimmung. Mit Mottowagen, Fußgruppen und Musikkapellen bestand der Zug, der unter der Federführung der „Saubande“, des Förderkreises des Gerresheimer Veedelszochs, entstand, aus 41 Startnummern.

Der Untoten-Fußtrupp gehörte zum TV Grafenberg, der in den Vereinsfarben Schwarz und Gelb daher kommt. Und auch sonst gab es jede Menge farbenfrohe und liebevoll gefertigte Mottowagen und Kostüme zu sehen. So wie die „Pirates of the Kicherboen“ mit Schiff, „Kind und Kegel“, die Aufsehen erregen. Schiffsbauer war das Team der Kita Kicherbohne. Ein Kompanie aus Kuscheltieren und eine Riesen-Kicherbohne als Galionsfigur bevölkerten das Gefährt. Der Clou: Aus dem Allerwertesten der Pappmaché-Bohne qualmte es, ebenso wie aus einer Kanone im Bug. Riesenstimmung bei den 50 bis 60 als Kicherbohnen verkleideten Erwachsenen und Kindern. „Wir sind seit drei Jahren in Folge dabei“, erzählte Oliver Finis. Der Mottowagen entstand in seiner Garage. „Groß und Klein haben an vier Wochenenden daran gebaut“, erzählte Finis.

Ein liebevoll gestalteter Wagen mit dem Motto „Der direkte Weg ins Paradies“ in Form eines Himmelbettes ging auf die Kappe der Bürgerstiftung Gerricus. In dem XXL-Bett hatten es sich prall gefüllte Geldsäcke gemütlich gemacht. Dahinter ein Trupp aus in Orange kostümierten Erwachsenen und Kindern. „Unsere Stiftung sammelt Geld für gute Zwecke in Gerresheim“, erklärte Angelika Fröhling zur Idee für den Wagen. Die Stiftung feiert in diesem Jahr ihr Zehnjähriges und nahm das erste Mal am Zug teil.

Kleiner und familiärer als der große Umzug

Die Jecken des Freundeskreises „Funkefüttchen“ hatten ihren Mottowagen („Jeckmaica- Koalition geschlossen“) ebenfalls ganz in Eigenregie gefertigt. „Janz Jerresheim jeck!“, so lautete das Motto der Sportfreunde Gerresheim 1923, die als wandelnde Fußbälle daher kamen. Parkscheiben „regnete“ es vom Mottowagen der Sana Kliniken.

„Ich komme seit 25 Jahren jedes Jahr hierher“, erzählte ein Besucher, der mit seiner Kamera begeistert Fotos schoss. Neu-Grafenberger Gustav Margon schwärmte: „Dieser Zug ist ortsnah und vermittelt die Region.“ Eine Gerresheimerin fügte begeistert hinzu: „Wir kommen mit den Kindern lieber hierher als zum Rosenmontagszug, weil der kleiner ist.“

Sonja Heimbach aus Vennhausen wollte den Veedelszoch in Gerresheim auch nicht versäumen: „Weil er kleiner, schöner und familiärer als der große Rosenmontagszug ist“, meinte die kostümierte „Hawaii-Touristin. „Wir kommen jedes Jahr, weil der Zug so schön und stimmungsvoll ist“, lobte eine Gerresheimerin. Sogar ihre Kinder und Enkel reisen aus dem Ruhrgebiet an, um das Spektakel zu erleben, sagte sie. Der große Rosenmontagszug gefiele ihr nicht so sehr, erklärte die Seniorin. „Da ist es mir einfach zu rummelig“, meinte sie.

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