Für 26 Millionen Euro soll dort ein Regenbecken gebaut werden. Alternative ist ein Kanal bis zur Heuss-Brücke.

Im Süden des Rheinparks könnte eine große Baugrube entstehen. Die Bauarbeiten sollen mehr als drei Jahre betragen.
Im Süden des Rheinparks könnte eine große Baugrube entstehen. Die Bauarbeiten sollen mehr als drei Jahre betragen.

Im Süden des Rheinparks könnte eine große Baugrube entstehen. Die Bauarbeiten sollen mehr als drei Jahre betragen.

Stadt Düsseldorf

Im Süden des Rheinparks könnte eine große Baugrube entstehen. Die Bauarbeiten sollen mehr als drei Jahre betragen.

Düsseldorf. Das Treiben im Rheinpark nördlich der Rheinterrasse wird in den nächsten Jahren durch eine Baustelle eingeschränkt. Die Stadt will dort für 26 Millionen Euro einen neuen Speicher für Regen und Abwasser bauen.

Eine der beiden möglichen Varianten sieht ein Regenüberlaufbecken mit 6200 Kubikmetern Fassungsvermögen vor. Dieses würde im Süden des Parks angelegt, wo er heute schon für Veranstaltungen wie Freiluftkino und Zirkus genutzt wird. „Die Bauzeit soll mehr als drei Jahre betragen und die Baustelle etwa die Größe eines Zirkuszeltes haben“, sagt Claus Henning Rolfs vom Stadtentwässerungsbetrieb.

Eingriff in die Kastanienallee ist nicht auszuschließen

Wohl weniger heftig wäre der Eingriff in den Rheinpark bei der zweiten Variante. Für einen Kanal mit einer Länge von 1,5 Kilometern entlang des Radweges an der Cecilienallee bis zur Theodor-Heuss-Brücke würde ein deutlich kleineres Loch entstehen, der Kanal dann unterirdisch über den gleichen Zeitraum hinweg gebaut. Trotzdem: Ein Eingriff in die Kastanienallee ist hier nicht auszuschließen.

Da die von einem Ingenieurbüro erstellte Machbarkeitsstudie aus wirtschaftlicher Sicht keine der beiden Alternativen im Vorteil sieht, werden nun beide gleichberechtigt weitergeplant.

Betrachtet werden sollen dabei „insbesondere der Denkmalschutz, der Erhalt des Baumbestandes und erhebliche Auswirkungen während der Bauzeit.“ Für diese weiteren Planungen gab der Bauausschuss am Dienstag grünes Licht. Baubeginn soll im Oktober 2020 sein.

Speicher für Abwasser und Regenwasser, Inhalt kann zeitversetzt zum Klärwerk weitergeleitet werden, verhindert Überlastung der Entwässerungssysteme.

Wasser wird gestaut und nur gedrosselt in die Kanalisation abgelassen. Erste Schmutzteilchen sollen sich bei beiden Lösungen ablagern.

Notwendig sind die neuen Becken, da die so genannten Regenüberlaufwerke an der Venloer Straße und dem Victoriaplatz – wo auch Umbauten nötig sein werden – aus dem Jahr 1903 heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Bei hohem Wasseraufkommen im Kanal (Regen- plus Abwasser) wird dieses Mischwasser unzulässiger Weise direkt in den Rhein geleitet.

Laut Vorschrift muss dieses Wasser allerdings aufgefangen, vorgereinigt und dann zeitverzögert dem Klärwerk Düsseldorf-Nord zugeführt werden. Das ist zurzeit jedoch nicht gewährleistet: „In diesem Gebiet sind wir noch unterversorgt mit Regenüberlaufbecken“, sagt Rolfs. Die hohe Investitionssumme erkläre sich zum einen durch die aufwendigen Bauarbeiten, aber auch durch technische Installationen wie Pumpwerke.

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