Ein kleines Gaslicht-Museum wünschen sich die Bürger für den neugestalteten Markt.

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Gabriele Henkel und Gaslicht-Fan Andreas Meßollen.

Gabriele Henkel und Gaslicht-Fan Andreas Meßollen.

Bernd Nanninga

Gabriele Henkel und Gaslicht-Fan Andreas Meßollen.

Düsseldorf. Für Gabriele Henkel ist die Sache so wichtig, dass sie am Mittwoch zum Oberbilker Markt kam, obwohl die Künstlerin gerade erst einen Krankenhaus-Aufenthalt hinter sich hat. "Die Leute hier sind sehr unglücklich mit diesem Platz. Es wäre der richtige Standort für ein Laternen-Museum."

Gabriele Henkel unterstützt die Initiative "Gaslicht Düsseldorf", die sich für den Erhalt der mehr als 17 000 Gaslaternen einsetzt. Die Stadt plant stattdessen eine Umrüstung auf LED-Technik.

Das erste Stück fürs Laternen-Museum ist schon da. Andreas Meßollen hat zu seinem 50. Geburtstag eine alte Jugendstil-Laterne gebaut. "Ein Teil kommt aus einem Unfallschaden. Das Oberteil aus Kupfer habe ich selbst in einer Werkstatt hergestellt", erzählt der Polizist, der schon seit vielen Jahren Gaslicht-Fan ist.

Er möchte, dass in die Neugestaltung des Oberbilker Marktes ein Laternen-Museum integriert wird: "Da könnten dann alle verschiedenen Lampen-Typen mit ihrer Geschichte gezeigt werden. Teilweise wurden sie früher in Oberbilk sogar hergestellt."

Bei SPD, FDP und den Grünen hat die Initiative ihr Anliegen bereits vorgetragen. "Da sind die Meinungen geteilt", so Sprecher Georg Schumacher, der sich bei der CDU bisher vergeblich um einen Termin bemüht hat. "Wir können mit den eigenen Zahlen der Stadt vorrechnen, dass eine Umrüstung der Gaslaternen unwirtschaftlich ist", sagt er. Die neue Technik würde insgesamt 140 Millionen Euro kosten, mit 9,8 Millionen Euro Folgekosten jährlich. Der Betrieb der Gas-Laternen kostet im Jahr 6,1 Millionen Euro.

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