Investor will Anlage selbst bauen. IDR ist auch das Parkhaus in Oberkassel los.

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So soll die seit 2007 geplante Wellnessanlage am Elbsee einmal aussehen. Simulation: IDR

So soll die seit 2007 geplante Wellnessanlage am Elbsee einmal aussehen. Simulation: IDR

IDR-Chef Denis Rauhut im April am Kassenautomat der Tiefgarage unter dem Barbarossaplatz. Inzwischen ist der Bau verkauft. Archiv

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So soll die seit 2007 geplante Wellnessanlage am Elbsee einmal aussehen. Simulation: IDR

Düsseldorf. Nach jahrelangem Stillstand gibt es jetzt Neues von der seit 2007 geplanten großen Wellness-Oase am Elbsee: Die Stadttochter Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR) hat sich als Bauherr von dem 20-Millionen-Euro-Projekt verabschiedet. Und sie hat nach Informationen der WZ auch das Grundstück im östlich von Benrath gelegenen Landschaftsschutzgebiet für einen niedrigen Millionenbetrag verkauft – an den bisherigen Pächter, die Kölner Theune Spa. Die betreibt mehrere große Sauna- und Wellnessanlagen in Deutschland, in Köln zum Beispiel Neptun-Bad und Claudius-Therme.

Offenbar kann der Betreiber doch seine Steganlage bauen

Auf Anfrage der WZ bestätigten das IDR-Chef Denis Rauhut und Theune Spa. Die Aufgabe des Projektes samt Grundstücksverkauf ist schon seit 2012 ein Ziel der IDR gewesen. Eine wichtige Rolle hat freilich auch gespielt, dass die Stadtsparkasse dieses seit Jahren auf Eis liegende Projekt nicht mehr finanzieren mochte. Der Betreiber will es nun endlich umsetzen. „Wir stehen voll zum Elbseeprojekt und hoffen jetzt, 2015 die Anlage eröffnen zu können“, sagt Theune-Spa-Prokurist Gerd Gerhards.

Wie berichtet, soll in Unterbach ein Spa-Zentrum mit Pools, Sauna, Fitness und Restaurant entstehen. Entscheidendes Hindernis war bislang der Natur- und Vogelschutz. Im Sommer 2012 versagte die Stadt den in den See ragenden Steganlagen mit Aufbauten die Genehmigung. Doch der Betreiber pocht auf einem rechtskräftigen Bebauungsplan und will die Stege nicht aufgeben. „Sie sind nun mal ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal“, sagt Gerhards.

Und tatsächlich kommt nun auch politisch neue Bewegung in die Sache. Offenbar ist die Stadt bereit, über Veränderungen bei den Naturschutzarealen, wie es sie seit 1997 mehrfach gab, neu zu verhandeln – im Klartext: die Auflagen an der östlichen Seite des Elbsees zu lockern.

Auch das ungeliebte Parkhaus in Oberkassel ist verkauft

Die Stadttochter IDR hat sich aber nicht nur von dieser „Altlast“ getrennt. Das Unternehmen hat jetzt auch das erst im Juni (drei Jahre später als geplant) eröffnete Parkhaus unter dem Barbarossaplatz in Oberkassel verkauft. Einen Käufer hatte die IDR schon gesucht, bevor die Tiefgarage überhaupt fertig war. Seit sie in Betrieb ist, ist sie notorisch schwach ausgelastet. Aus Rathauskreisen ist zu hören, der Verkauf sei für die IDR mit einem Verlust von mehreren Millionen Euro verbunden.

© WhatsBroadcast

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