Hunderte Apple-Fans standen Freitag Schlange und machten den Verkaufsstart zur großen Party.

ansturm
Warten auf das Telefon: Hunderte Fans belagerten Freitagmorgen den Schadowplatz.

Warten auf das Telefon: Hunderte Fans belagerten Freitagmorgen den Schadowplatz.

Daniel Kolmykov (li.) und Gosa Trashchenko waren die beiden ersten Käufer.

Die ersten Kunden wurden von einem jubelnden Spalier von Mitarbeitern empfangen.

Judith Michaelis, Bild 1 von 3

Warten auf das Telefon: Hunderte Fans belagerten Freitagmorgen den Schadowplatz.

Düsseldorf. Stimmung wie im Fußball-Stadion Freitagmorgen vor dem Apple-Store am Kö-Bogen: Hunderte Fans begrüßen die Mitarbeiter des Stores mit lautem Gebrüll und einer La-Ola-Welle, als diese die Eingangstür zum Laden aufschließen. Kam Freitag vielleicht ein bekannter Rockstar in den Store? Nein, Freitag kam das neue I-Phone.

Begeisterte Apple-Fans aus aller Welt haben am Freitag Morgen den halben Kö-Bogen besetzt. Nicht nur vor dem Apple Store selbst verläuft eine Schlange, auch vor den anderen Geschäften rund um den Libeskind-Bau haben sich die I-Phone-Fans breitgemacht. Sie alle wollen das neue Telefon zuerst haben.

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Warten auf das Telefon: Hunderte Fans belagerten Freitagmorgen den Schadowplatz.

Warten auf das Telefon: Hunderte Fans belagerten Freitagmorgen den Schadowplatz.

Daniel Kolmykov (li.) und Gosa Trashchenko waren die beiden ersten Käufer.

Die ersten Kunden wurden von einem jubelnden Spalier von Mitarbeitern empfangen.

Judith Michaelis, Bild 1 von 3

Daniel Kolmykov (li.) und Gosa Trashchenko waren die beiden ersten Käufer.

Die überglücklichen Sieger dieses kleinen Wettbewerbs sind Gosa Trashchenko (20) und Daniel Kolmykov (16) aus Nowosibirsk, Russland. Eine 5000-Kilometer-Reise, 300 Euro Flugkosten und vier Nächte auf dem harten Steinboden vor dem Apple-Store haben sie auf sich genommen, um als Erste das neue Telefon in der Hand zu halten. Daniel Kolmykov ist fix und fertig, aber glücklich: „Seit Montag campen wir im Zelt, gehen bei Woyton oder im Kaufhof aufs Klo und verzichten auf die Dusche - dafür sind wir die Ersten.“

Verzichtet hat auch die Nummer Zwei, Patrick Burlesou (24) aus Bremen. Der Fachinformatiker hat unter anderem sein altes Telefon verkauft, um sich die Reise nach Düsseldorf, das neue Handy und mobiles W-Lan für die Tage leisten zu können. Seit Mittwoch campt er im Zelt vor dem Store - dass er nicht der Erste ist, ärgert ihn. „Ich habe seit Montag hier angerufen und gefragt, ob schon jemand da ist. Es kam immer ein Nein. Jetzt bin ich halt nur Nummer Zwei.“ Vor seinem Zelt hat er eine Kamera aufgebaut, die permanent läuft. „Das kommt dann alles auf Youtube“, sagt er.

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Warten auf das Telefon: Hunderte Fans belagerten Freitagmorgen den Schadowplatz.

Warten auf das Telefon: Hunderte Fans belagerten Freitagmorgen den Schadowplatz.

Daniel Kolmykov (li.) und Gosa Trashchenko waren die beiden ersten Käufer.

Die ersten Kunden wurden von einem jubelnden Spalier von Mitarbeitern empfangen.

Judith Michaelis, Bild 1 von 3

Die ersten Kunden wurden von einem jubelnden Spalier von Mitarbeitern empfangen.

Warum der 24-jährige Fachinformatiker aus Bremen so Apple-süchtig ist, kann er schnell beantworten: „Ich flippe aus, wenn ich nicht die neuste Technik habe.“ Kein Wunder, denn Burlesou entwickelt in seiner Freizeit auch Apps für Apple.

Das neue Telefon von Apple gibt es seit Freitagmorgen in Deutschland, den USA, Frankreich, England und den Niederlanden. In vielen Ländern – wie zum Beispiel Russland – erscheint das I-Phone 6 erst Anfang der kommenden Woche. Eingefleischte Apple-Fans kommen deshalb extra nach Düsseldorf, um das I-Phone jetzt schon zu haben. Im Internet ist das neue Telefon zwar auch schon jetzt erhältlich, hat aber eine Lieferzeit von circa sechs bis acht Wochen.

Dass nicht nur junge Leute auf Marken abfahren, beweist Marcel van der Meijden aus Holland. Der 55-Jährige hat sich extra zwei Urlaubstage genommen, um vor dem Store zu campen - im Freien allerdings. „Ich brauche kein Zelt, keine Dusche und keinen Rasierer - nur das neue I-Phone.“

Auch Fynn Reifenrath (21) aus Siegen flippt aus, wenn er nicht alles von Apple hat, was es so gibt. Deshalb hat er sich am Mittwochabend um sieben Uhr mit altem I-Phone, Mac-Computer, Tablet und Schlafsack als Vierter vor den Apple-Store gelegt – und sich sogleich mit den anderen drei Wartenden angefreundet. „Das ganze Event schafft ein großes Gefühl von Gemeinschaft“, sagt der Student. „Das ist großartig.“

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