Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ kritisiert Aktion der Gruppe „Düsseldorf passt auf“.

Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ kritisiert Aktion der Gruppe „Düsseldorf passt auf“.
Oliver Ongaro, Sprecher von „Düsseldorf stellt sich quer“. Archiv

Oliver Ongaro, Sprecher von „Düsseldorf stellt sich quer“. Archiv

BS

Oliver Ongaro, Sprecher von „Düsseldorf stellt sich quer“. Archiv

Düsseldorf. Das Bündnis „Düsseldorf stellt sich quer“ (DSSQ) übt scharfe Kritik an der neu gegründeten Facebook-Gruppe „Düsseldorf passt auf“, die am Wochenende erstmal mit knapp 50 Personen durch die Altstadt gezogen war, um, wie sie selbst erklärte, „Opferschutz zu betreiben und Frauen ein sicheres Gefühl zu geben“.

Bei dieser Art Bürgerwehr machten extrem rechte Fußball-Fangruppen und Hooligans mit, warnt Oliver Ongaro, Sprecher von DSSQ: „Mit großer Sorge beobachten wir, dass gewaltbereite Hooligans und Rechte in Gruppen als Bürgerwehr durch die Altstadt ziehen und dort Polizei spielen dürfen“, sagt er, und: „Die Gruppe ,Düsseldorf passt auf’ ist nach rechts offen. Die vielen Mitglieder bei Facebook sollten anfangen darüber nachzudenken, wen sie da leichtfertig unterstützen.“

Bei den ersten Rundgängen der Bürgerwehr hätten am Samstagabend Mitglieder der Hooligangruppe „Bushwhackers“ und der rechten Fortunafangruppe „Fortunaterror“ teilgenommen, sagt Ongaro. Ein „Bushwhackers“-Mitglied habe etwa bei dem extrem gewalttätigen Hooligan-Aufmarsch gegen Salafismus 2014 in Köln eine Rede gehalten.

Innerhalb der Gruppe „Düsseldorf passt auf“ (die auch einen Ableger in Krefeld gegründet hat) hat derweil eine Debatte über extreme Inhalte angefangen. Einzelne Kommentare wurden gelöscht und die Mitglieder aufgefordert, sich angemessen zu äußern. Red

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