Die Anwohner melden alarmierende Zahlen, der Landtag greift das Thema auf.

Zahl der Nachtflüge auf Rekordstand
Laut einem Medienbericht ist an den 16 internationalen deutschen Verkehrsflughäfen die Zahl der Starts und Landungen im Vergleich zu 2016 um rund 14 000 auf 215 843 gestiegen. Foto: Christophe Gateau/Illustration

Laut einem Medienbericht ist an den 16 internationalen deutschen Verkehrsflughäfen die Zahl der Starts und Landungen im Vergleich zu 2016 um rund 14 000 auf 215 843 gestiegen. Foto: Christophe Gateau/Illustration

dpa

Laut einem Medienbericht ist an den 16 internationalen deutschen Verkehrsflughäfen die Zahl der Starts und Landungen im Vergleich zu 2016 um rund 14 000 auf 215 843 gestiegen. Foto: Christophe Gateau/Illustration

Düsseldorf. Der Verein Bürger gegen Fluglärm hat nach eigenen Angaben im Juli am Flughafen mit durchschnittlich 41,4 Nachtflügen den zweithöchsten je erreichten Wert registriert. Der Höhepunkt war danach am 16. Juli mit 48 Flugbewegungen nach 22 Uhr. Es sei zu 315 Landungen und einem Start nach 23 Uhr im vergangenem Monat gekommen.

In der Betriebsgenehmigung des Flughafens ist festgeschrieben, dass zwischen 22 und 23 Uhr 33 Landungen täglich geplant werden dürfen. Ab 23 Uhr bis morgens um 6 sind keine Linien- oder auch Charterflüge koordinierbar. Allerdings gibt es über diese Zahl hinaus Ausnahmen. So ist Fluggesellschaften mit einem Wartungsschwerpunkt am Standort Düsseldorf bei Verspätungen sogar bis 24 Uhr erlaubt, den Airport anzufliegen.

Der Bürgerverein wertet die Flugbewegungen am Airport regelmäßig aus. Die Zahlen decken sich weitestgehend mit dem offiziellen Nachtflugreport des Flughafens. Eine Ursache für Verspätungen, deren Häufung auch der Flughafen auf Anfrage unserer Redaktion einräumte, sieht der Verein in zu knapp bemessener Zeit zwischen Starts und Landungen. Der Verein fordert das Streichen von Ausnahmen.

Die Grünen machen die Entwicklung auf Landesebene zum Thema. In einer Anfrage wollten vier Abgeordnete wissen, wie es zu der Zunahme gekommen ist. In der Antwort erklärt die Landesregierung, dass sie die Entwicklung ebenfalls kritisch sieht: „Probleme der Fluggesellschaften dürfen nicht zu Lasten der Anwohner und Fluggäste gehen. Die Landesregierung erwartet, dass Fluggesellschaften und Flughäfen alles tun, die Verspätungen auf ein Minimum zu reduzieren.“

© WhatsBroadcast

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