Noch immer fehlt von den Trauerschwänen Max und Lilli jede Spur.

Wie alle Schwäne leben die australischen Wasservögel monogam und verlassen den Partner normalerweise nicht.(Archiv
Wie alle Schwäne leben die australischen Wasservögel monogam und verlassen den Partner normalerweise nicht.(Archiv

Wie alle Schwäne leben die australischen Wasservögel monogam und verlassen den Partner normalerweise nicht.(Archiv

Bernd Schaller

Wie alle Schwäne leben die australischen Wasservögel monogam und verlassen den Partner normalerweise nicht.(Archiv

Düsseldorf. Vier Tage ist es her, dass die schwarze Schwänin Lilli aus dem Hofgarten verschwand. Ihr "Mann" Max löste sich bereits eine Woche zuvor auf mysteriöse Weise in Luft auf. Ein sehr untypisches Verhalten für die sonst partnertreuen Vögel. Nun sucht das Gartenamt nach den beiden.

"Der Bezirksmeister und einige weitere Mitarbeiter sehen sich an den Orten um, wo sich die die Tiere sonst aufgehalten haben. Bislang jedoch ohne Erfolg", sagt Thomas Eberhardt-Köster, stellvertretener Leiter des Gartenamtes.

Auch Schwanenmutter Margarete Bonmariage, die Männchen Max selbst von Hand aufgezogen hat und sein Fehlen als Erste bemerkte, macht sich große Sorgen über den Verbleib der Vögel: "Das Mäxchen hat schon im letzten Jahr seine erste Partnerin verloren und nun ist er selber verschwunden." Zweimal täglich besucht sie die Schwäne im Park und hält nach dem Pärchen Ausschau. "Der Max war die letzten zwölf Jahre immer im Hofgarten," sagt sie.

Die Vögel sind kupiert und können nicht weggeflogen sein

Tatsächlich sind die australischen Vögel, im Gegensatz zu anderen Schwanenarten, keine Zugvögel und bleiben meist ihr ganzes Leben lang an einem Ort. Zudem sind Max und Lilli kupiert und somit unfähig, davonzufliegen.

Bonmariage vermutet, dass Diebe Lilli und Max aus dem Hofgarten geklaut haben könnten. "Eine Joggerin erzählte mir, sie habe schon im Mai einen Mann beobachtet, wie er sich einen Wasservogel schnappte und davonlief", sagt die 74-Jährige. "Vielleicht will sich irgendjemand die Tiere in den Teich setzen."

Anzeichen für eine Straftat sieht man beim Gartenamt bislang nicht. "Uns sind keinerlei Fälle von Diebstahl bekannt", sagt Eberhardt-Köster. "Aber wir halten jetzt ein Auge auf die zwei verbleibenden Trauerschwäne, jedenfalls soweit es das unübersichtliche Gelände zulässt." Eine Erklärung für das plötzliche Verschwinden von Lilli und Max hat auch er nicht.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer