Malteser-Team ist am Donnerstag nach Haiti aufgebrochen.

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Auf dem Weg zum Flugzeug: Rettungsexperte Klaus Runggaldier, die Notärzte Andreas Mennewisch und Ralf Siepe sowie Koordinator Georg Nothelle (v. li.).

Auf dem Weg zum Flugzeug: Rettungsexperte Klaus Runggaldier, die Notärzte Andreas Mennewisch und Ralf Siepe sowie Koordinator Georg Nothelle (v. li.).

Stefan Arend

Auf dem Weg zum Flugzeug: Rettungsexperte Klaus Runggaldier, die Notärzte Andreas Mennewisch und Ralf Siepe sowie Koordinator Georg Nothelle (v. li.).

Düsseldorf. Vom Flughafen aus sind Donnerstagmittag ein international erfahrener Katastrophenexperte, zwei Notärzte und ein Rettungsfachmann der Malteser mit Sitz in Köln in das Erdbebengebiet nach Haiti aufgebrochen.

Die Männer haben Notfallkoffer mit Medikamenten dabei. Doch es gehe weniger darum, verletzte Menschen zu retten. "Wir werden frühestens 48 Stunden nach dem Unglück dort eintreffen, da können wir nur noch begrenzt helfen", erklärt Dr.Klaus Runggaldier, Leiter des Malteser-Rettungsdienstes. Vielmehr gehe es um die Einschätzung der Lage, die Koordinierung der Hilfsmaßnahmen und die Verhinderung von Seuchen.

Sie wollen in ein Krankenhaus im Norden. "Wir wissen aber nicht, wie die Straßen dort aussehen", erklärt Koordinator Georg Nothelle. Die emotionale Belastung fürchtet er nicht. "Natürlich werden wir viele schreiende Menschen antreffen. Aber das ist normal bei solchen Einsätzen", sagt Nothelle. "Das Beste ist", so weiß Nothelle, "die Eindrücke in Hilfsmaßnahmen umzumünzen."

Experten aus Düsseldorf helfen in aller Welt

Düsseldorfer Hilfe ist regelmäßig in aller Welt gefragt. Seine Suchhunde kann der DRK-Landesverband in Düsseldorf aber nicht nach Haiti schicken. "Sie haben jetzt Winterfell", sagt Sprecherin Anja Martin. Die Hitze dort würde den Tieren zusetzen.

Für das Technische Hilfswerk waren in den vergangenen Jahren sieben Düsseldorfer bei Auslandseinsätzen - etwa 2005 in Indonesien nach dem Tsunami. 2008 operierte der Düsseldorfer Chirurg Christoph von Hasselbach Menschen in Nigeria für "Ärzte ohne Grenzen". Unterstützung vom Rhein gibt es aber auch innerhalb Deutschlands: Nach dem Amoklauf in Winnenden im vergangenen Jahr waren drei Mitarbeiter der Schulpsychologischen Beratungsstelle zwei Wochen vor Ort, um Schüler und Eltern zu betreuen.

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