Jetzt also Fußball-Lieder. Heino will mit seiner neuen Platte im EM-Zirkus mitmischen. Dabei soll es so rockig zugehen wie auf den Vorgänger-Alben.

Heino vom Tonstudio auf 25.000 Euro verklagt
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Britta Pedersen

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Düsseldorf (dpa) - Schlagersänger Heino (77) bleibt sich treu: Auf seinem neuen Album wird es genauso rockig wie auf den beiden Vorgängern. „Ein bisschen schneller, ein bisschen moderner“ habe er die Fußball-Songs auf „Arschkarte“ interpretiert, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Er sei mit sich zufrieden. Nur auf Englisch singen - das ist weiterhin nicht sein Ding.

Wie kamen Sie auf die Idee, ein Fußball-Album aufzunehmen?

Da die EM ja dieses Jahr in Frankreich stattfindet, haben wir gesagt, okay, (...) dann nehmen wir doch Fußball-Lieder auf und machen sie nicht im alten Stil, wie man sie kennt - so wie „Buenos Dias, Argentina“ oder „Schwarz und Weiß“ -, sondern wir machen sie ein bisschen rockig, (...) ein bisschen schneller, ein bisschen moderner. Ich glaube, da ist mir wieder was ganz Gutes gelungen.

Haben Sie denn beim DFB-Teammanager angefragt, ob die National-Elf Lust hat mitzusingen?

Nein, das haben wir leider nicht gemacht. (...) Wenn ich den Oliver Bierhoff ein Jahr vorher angerufen hätte, dann wäre sehr wahrscheinlich etwas zustande gekommen. Aber da wir uns kurzfristig entschieden haben, was zu machen, wollten wir den Kreis der Nationalmannschaft auch nicht stören.

Bevor Sie Sänger wurden, haben Sie auch aktiv Fußball gespielt. War das einmal eine Karriere-Option?

Ich habe 1948 angefangen im Fußballclub Schwarz-Weiß 06. (...) Und mit 18 Jahren habe ich in Düsseldorf in der Stadtmannschaft gespielt. Aber dann habe ich aufgehört, weil ich mir gesagt habe: Fußball ist ganz schön, aber ich mache lieber Musik. Und Musik kann ich auch länger und bis ins hohe Alter machen. Als Fußballer ist dann irgendwann mit 30 die Karriere zu Ende.

Sie singen auf dem Album alle Lieder auf Deutsch, auch die Stadion-Hymne „You'll Never Walk Alone“. Warum?

Seit den 60er Jahren, als ich anfing, habe ich immer schon gesagt: Deutsche Musik und unsere Sprache dürfen wir nicht verleugnen. Deswegen bin ich immer zu deutschen Schlagern, zu deutschen Volksliedern gestanden. Die amerikanischen und englischen Lieder, alles, was da auf uns zugekommen ist, da sind zwar schöne Sachen dabei, aber das war nicht so mein Ding.

© WhatsBroadcast

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